Landgericht: Ludolf gegen Ludolf
Die Brüder vom Schrottplatz geben sich die Hände

Metelen/Münster -

Mit einem Vergleich endete am Dienstag nach dem dritten Verhandlungstag der Rechtsstreit in Sachen „Ludolf gegen Ludolf“. Das TV-bekannte Trio verzichtete auf dringendes Anraten des Richters hin darauf, die gegenseitigen Geldforderungen weiter zu verfolgen. [mit Video]

Dienstag, 29.01.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 17:17 Uhr
Landgericht: Ludolf gegen Ludolf: Die Brüder vom Schrottplatz geben sich die Hände
Der Handschlag zwischen Manni (l.) und Peter Ludolf stand am Ende des dritten Verhandlungstages. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Auf den hinteren Plätzen der TV-Fernbedienung findet sich auch in diesen Tagen noch ein Kanal, der die mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt alten Folgen der Ludolfs wiederholt. Im Gegensatz dazu war der Rechtsstreit, der die Schrottplatzbrüder monatelang umtrieb, alles andere als lustig. Am Dienstag standen sich Peter Ludolf, der vom Landgericht aus Metelen nach Münster geladen wurde, und seine beiden Brüder Manni und Uwe erneut vor dem Richtertisch in der Domstadt gegenüber.

Streit um 50. 000 Euro

Verhandelt wurde über ein angebliches Darlehen über 50 000 Euro, das Manni seinem Bruder Peter im Jahr 2004 gewährt haben soll. Fast anderthalb Stunden lang versuchte der Richter geduldig zu klären, unter welchen Umständen der Kredit zu Stande kam, wie das Geld übergeben wurde und was die Motive von Manni Ludolf waren, seinem Bruder überhaupt diese Summe zu leihen. „Ich habe das in die Firma gegeben“, ließ sich Manfred Ludolf ein, der den Banken nicht traute und angab, das Bargeld in einem Schrank hinter einem verschraubten Brett versteckt zu haben.

Landgericht: Ludolf gegen Ludolf

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  • Manni (2.v.l.) und Peter (r.) Ludolf im Gerichtssaal.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Der Handschlag zwischen Manni (l.) und Peter Ludolf stand am Ende des dritten Verhandlungstages.

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  • Peter Ludolf als Beklagter mit seinem Rechtsanwalt

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Uwe Ludolf durfte war als Zeuge nach der Belehrung die Verhandlung nicht verfolgen.

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  • Uwe Ludolf durfte war als Zeuge nach der Belehrung die Verhandlung nicht verfolgen.

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  • Peter Ludolf (r.) mit seinem Rechtsbeistand.

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  • Manfred ("Manni") Ludolf mit seiner Anwältin

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  • Die beiden Streithähne diskutierten auf Anraten des Richters mit ihren Rechtsbeiständen den Vergleich.

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  • Die beiden Streithähne diskutierten auf Anraten des Richters mit ihren Rechtsbeiständen den Vergleich.

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  • Die beiden Streithähne diskutierten auf Anraten des Richters mit ihren Rechtsbeiständen den Vergleich.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Peter Ludolf nach dem Ende der Verhandlung.

    Foto: Dieter Huge sive Huwe

Einblicke in kreative Buchführung

Immer wieder standen die beiden Streithähne Peter und Manfred mit ihren Rechtsvertretern vor dem Richtertisch, um Verträge und Dokumente vorzuzeigen, auf denen teils nur einer der beiden unterzeichnet hatte, die teilweise auch den Anwälten unbekannt waren. In herzlicher Offenheit gaben die beiden – Uwe saß als potenzieller Zeuge draußen vor dem Saal – Einblicke in die teils kreative Buchführung des TV-bekannten Schrottplatzes und scheuten sich auch nicht, einvernehmlich zu bestätigen, dass in zumindest einem Fall trotz eines Vertrages kein Geld geflossen war. Auch das umstrittene Testament über das Ludolf‘sche Erbe in Dernbach floss in die Wortgefechte ein – bis der Richter dringend dazu mahnte, sich zu vergleichen: „Es wäre wirtschaftlich nicht klug, weiter zu verhandeln“, riet er den beiden Parteien.

Und diese einigten sich schließlich darauf, auf ihre Forderungen zu verzichten und ihren Streit zu begraben. Den Handschlag noch im Gerichtssaal kommentierte Peter Ludolf: „Ich habe meine Brüder doch lieb.“

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