Schlägerei nach Zeltfest
Randale im Partybus: 400 Euro Geldstrafe

Metelen -

Das Amtsgericht in Steinfurt Foto:

Donnerstag, 31.01.2019, 20:00 Uhr

Mit seinem Strafbefehl nach einer heftigen Schlägerei beim letztjährigen Zeltfest in Metelen war ein 35-jähriger Rheinenser alles andere als einverstanden und hatte Widerspruch dagegen eingelegt. So kam es am Donnerstagmorgen zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht in Steinfurt.

„Ich habe lediglich in Notwehr gehandelt“, betonte der Emsstädter bei seiner Vernehmung. Die genauen Umstände dieser heftigen körperlichen Auseinandersetzungen während des Zeltfestes und eines vermeintlich bedrohlichen Nachspiels in einem der Party-Shuttle-Busse, versuchten der Richter und die Vertreterin der Staatsanwalt durch die Befragung von gleich fünf Zeugen zu klären.

Wenig erhellend war dabei die Einlassung eines Zeugen, den der Angeklagte durch einen heftigen Faustschlag ins Gesicht derartig verletzt hatte, dass er ins Krankenhaus eingeliefert und dort an der Augenbraue gleich mit mehreren Stichen genäht werden musste. Ihm wiederum wurden aber sowohl vom Angeklagten als auch von anderen Zeugen Schläge auf den Beschuldigten vorgeworfen.

Nachdem die Zeltfest-Security die Situation schlichtete und sich die Clique um den Angeklagten mit dem Zeltfest-Bus in den frühen Morgenstunden auf den Heimweg machte, staunte diese nicht schlecht, als plötzlich der Verletzte mit Vater und Freunden im Schlepptau in den Bus stieg und den Täter aus dem Bus zu zerren trachtete. Zugunsten des Geschädigten legte der Richter diese Episode zwar nicht unbedingt aus, wollte das Verfahren aber nur dann einstellen, wenn der sich mit einer Auflage von 400 Euro einverstanden erklärte.

„Einfach auf jemanden – auch in einem heftigen Streit – mit geballten Fäusten zuzugehen und ihm heftig ins Gesicht zu schlagen, das deckt eine vermeintliche Notwehrsituation nicht“, wurde der Richter am Ende sehr deutlich. Der Rheinener akzeptierte dies.

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