Experte gibt Tipps für einen gesunden Rasen im Sommer
Alles weiß? Jetzt ans Grün denken!

Metelen -

Aktuell ist das Thema Garten und Rasenpflege noch ein wenig in die Zeit gesetzt. Doch den März sehnen viele Gartenfreunde schon jetzt herbei. Tipps, damit der Start in die neue Saison klappt, gibt Rasenexperte Egon Pott. Im Gespräch mit unserer Redaktion hat er schon einmal die wichtigsten Arbeitsschritte erläutert – gerade auch mit Blick auf das arg strapazierte Grün nach dem Dürresommer 2018.

Samstag, 02.02.2019, 06:00 Uhr
Nach dem Dürresommer des vergangenen Jahres rät Rasenexperte Egon Pott, stark belastete Stellen des heimischen Grüns mit dem Vertikutierer zu bearbeiten. Die richtige Düngung zuvor und eine qualitätvolle Rasennachsaat anschließend sind ebenfalls unerlässlich, um den Rasen wieder fit zu machen für den kommenden Sommer.
Nach dem Dürresommer des vergangenen Jahres rät Rasenexperte Egon Pott, stark belastete Stellen des heimischen Grüns mit dem Vertikutierer zu bearbeiten. Die richtige Düngung zuvor und eine qualitätvolle Rasennachsaat anschließend sind ebenfalls unerlässlich, um den Rasen wieder fit zu machen für den kommenden Sommer. Foto: dpa

Sicherlich, beim Blick aus dem Fenster denken die allermeisten eher ans leidige Schneeräumen, als an das neue Gartenjahr. Damit ist es ja auch noch ein paar Wochen hin. Doch gerade nach den Erfahrungen vieler Rasenbesitzer aus dem Tropensommer des vergangenen Jahres fragen sich viele: Wie bringe ich den Rasen wieder auf Vordermann?

Einer, der sich hier bestens auskennt, ist Egon Pott. Der geschulte Experte eines Fachunternehmens weiß, dass spätestens Anfang März viele Gartenfreunde sprichwörtlich mit den Hufen scharren und draußen aktiv sein wollen. „Bevor die Lufttemperatur und auch die des Bodens nicht zehn Grad erreicht haben, solle man aber nicht loslegen“, warnt Pott vor zu viel Enthusiasmus.

Und er mahnt: Nicht gleich den Vertikutierer anwerfen. Denn der Rasen hat gelitten – im vergangenen Sommer besonders. Zunächst gelte es deshalb, dem Grün wieder Nährstoffe zuzuführen.

An einer Rasendüngung führe daher kein Weg vorbei. Klassische Stickstoffdünger hätten dabei den Nachteil, dass der Anteil des Wachstumsstoffs in der Regel zu hoch ist. „Der Rasen kann das nicht aufnehmen und der Stickstoff gelangt in Teilen ins Grundwasser.“ Folge: Der Rasen wächst zwar, verdichtet sich aber nicht genügend. Organische Dünger lösten sich langsamer. Pott: „Der Rasen holt sich nach und nach, was er nach dem Winter benötigt. Er hat förm­lich Hunger.“

Hat das Grün die gröbsten Mangelerscheinungen ausgeglichen, geht es an die mechanische Bearbeitung des Rasens. „Ich bin eigentlich kein Freund des Vertikutierens“, gibt Pott zu. An den Stellen, an denen im Vorjahr aber nur noch braune Fläche zu sehen war oder an der der Rasen so stark gelitten hat, dass er extrem verdichtete, müsse mechanisch aufgelockert werden. „Dazu wird der Rasen vorher kurz geschnitten, idealerweise bis auf 2,5 Zentimeter herunter“, so Pott.

Er rät dringend dazu, anschließend ausschließlich Qualitätssamen zu verwenden. Der Rasen werde dichter, Beikräuter hätten weniger Chancen, sich Raum zu erobern – letztlich auch ein Gewinn, was die Pflege angehe. Und hier stellt der Rasen-Fachmann klar: „Einmal wöchentlich muss sein.“ Wohlgemerkt auf dem privaten Grün. „Die Gatekeeper auf dem Golfplatz oder im Stadion wissen schon, warum sie öfter pflegen. Und das sehen Sie dem Rasen auch an.“

Zum Thema

Am 11. Februar (Montag) gibt Egon Pott ein kostenloses Rasenseminar in den Räumen des HTG-Marktes. Beginn ist um 18 Uhr. Anmeldungen unter Telefon 0 25 56/70 71 oder E-Mail: info@htg-metelen.de.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6362624?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker