Aktion „Obstbäume für Metelen“
Eine Initiative, die Früchte tragen soll

Metelen -

Sie sollen Blüten für Bienen bieten, den Ort grüner machen und nicht zuletzt auch – wenn sie etliche Jahre gewachsen sind – zum Wohle aller Metelener Früchte tragen: Obst- und Nussbäume sowie Beerensträucher, für die eine Initiative jetzt um Spenden bittet. Mit im Boot ist die Gemeinde, die das Projekt unterstützt und auf deren Grund die Bäume gepflanzt werden sollen.

Freitag, 08.02.2019, 06:00 Uhr
Sie stellten die Aktion vor: (hinten v.l.) Elfriede Hüllen, Bürgermeister Gregor Krabbe, Josef Sprickmann, Jörg Velder, Cyprian Störmann, Monika Ewering-Oskamp und Matthias Löckner sowie (vorne v.l.) Zoe, Bertram, Johannes und Yael.
Sie stellten die Aktion vor: (hinten v.l.) Elfriede Hüllen, Bürgermeister Gregor Krabbe, Josef Sprickmann, Jörg Velder, Cyprian Störmann, Monika Ewering-Oskamp und Matthias Löckner sowie (vorne v.l.) Zoe, Bertram, Johannes und Yael. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Der Umstand, dass immer weniger Insekten, immer weniger Bienen in der Natur zu finden sind, trieb Matthias Löckner schon länger um. Er überlegte, wie dem vor Ort, hier in Metelen, etwas entgegengesetzt werden könne. Das Projekt, das er daraus entwickelte, fand nicht nur rasch Mitstreiter, sondern hat das Zeug, den Ort nachhaltig zu verändern.

„Genau das ist es, nämlich nachhaltig dafür zu sorgen, dass Insekten wieder Nahrung finden“, beschreibt Löckner die Initiative, die zugleich aber auch das Ortsbild grüner machen will und darüber hinaus allen Bürgern einen Mehrwert bietet.

Konkret geht es darum, dass auf öffentlichem Grund Obst- und Nussbäume sowie Beerensträucher gepflanzt werden sollen – alles Pflanzen, auf die Bienen und andere Insekten förmlich fliegen, denn sie blühen im Frühling verschwenderisch.

Die Initiatoren des Projekts, hinter das sich auch die Gemeinde Metelen gestellt hat, laden alle Bürger des Ortes ein, mitzumachen. Finanziert werden sollen die jungen Bäume, welche teils schon in diesem Jahr gepflanzt werden, durch Spendengelder. „Das ist keine einmalige Aktion, sondern soll kontinuierlich weitergeführt werden“, erläutert Löckner, dass das Obstbaum-Projekt auch in die Zukunft gedacht ist.

Örtliche Handwerker haben sich beteiligt und aus einem Baumstamm zwei ebenso schwergewichtige wie pfiffige Spendenboxen gebaut. Josef Sprickmann brachte die schweren Stämme in Form und höhlte sie so aus, dass ein Hohlraum für Münzen und – besonders gerne gesehen – Geldscheine entstanden ist. Jörg Velder und Cyprian Störmann sorgten dafür, dass die recht rustikale Spendenbox auch so sicher ist, dass sie nicht leicht geknackt werden kann. Wer sie wegschleppen wollte, bräuchte mindestens eine Sackkarre, wie beim Fototermin im Ratssaal deutlich wurde.

Doch die beiden Baumstamm-Spendenboxen stehen nicht unter freiem Himmel, sondern zum einen bei Buch- und Schreibwaren Ewering und zum anderen bei Blumen Mensing in den Ladenlokalen. Die Metelener sind aufgefordert, mitzumachen, Geld zu geben für die Aktion, die den Ort erblühen lassen will. Die Initiatoren sind sich – gerade auch vor dem Hintergrund der Insektensterbens – sicher, dass der Spruch des französischen Schriftstellers Victor Hugo „Nichts ist so mächtig, wie die Idee, deren Zeit gekommen ist“ auf ihr Projekt perfekt zutrifft. Deshalb ist das Zitat auch auf den Spenden-Baumstämmen zu finden.

Die Bäume, die entlang der alten WLE-Strecke, bei Plagemanns Mühle und an der Grundschule gepflanzt werden sollen, gehen in das Eigentum der Gemeinde über, erläuterte Bauamtsleiter Stefan Weßling. Die Früchte und Nüsse, welche die Bäume einst tragen werden, gehören aber allen Metelenern und dürfen gratis geerntet werden.

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