16 Pappeln werden gefällt
Angekündigt: Tabula rasa an der Vechte

Metelen -

Betroffen zeigte sich ein Spaziergänger von gefällten Bäumen, die neben der kleinen Fußgängerbrücke an der Walkenmühlen-Turnhalle auf dem Ufer liegen. Doch damit nicht genug: Am anderen Ufer droht ebenfalls die Kettensäge: Dort ist eine ganze Reihe von Bäumen mit farbigen Punkten markiert worden.

Montag, 18.02.2019, 06:00 Uhr
16 Pappeln stehen gegenüber dem Sportpark Süd am Vechteufer. Sie werden in den kommenden Tagen gefällt und sind bereits entsprechend markiert worden.    
16 Pappeln stehen gegenüber dem Sportpark Süd am Vechteufer. Sie werden in den kommenden Tagen gefällt und sind bereits entsprechend markiert worden.     Foto: Dieter Huge sive Huwe

Dass es mit beiden Maßnahmen seine Richtigkeit hat, erläuterte auf Nachfrage dieser Zeitung Stefan Weßling. Der Leiter des Gemeinde-Bauamtes erklärte, dass die bereits gefällten Bäume am Vechteufer auf einem Privatgelände abgeholzt wurden – und dies mit dem Segen der Gemeindeverwaltung. Auf dem Grundstück soll ein Haus gebaut werden, und eine Wiederanpflanzung von Bäumen sei mit dem Eigentümer vereinbart worden.

Mit Blick auf die lange Baumreihe am anderen Ufer sagte Weßling, dass diese Maßnahme zum Programm der Forstarbeiten der Kommune Metelen in diesem Jahr gehört. Der Bauausschuss und auch der Rat der Gemeinde hatten sich mit den Vorhaben bereits beschäftigt.

Betroffen sind an der Vechte nun 16 Pappeln, die in den kommenden Tagen der Säge zum Opfer fallen werden. „Aufgrund des Alters der Pappeln von etwa 50 Jahren besteht eine erhöhte Bruchgefahr von größeren Ästen“, hatte das Bauamt Handlungsbedarf angemeldet.

„Wir haben zuvor Gespräche mit dem Förster geführt“, erläuterte Weßling. Der Fachmann habe ebenfalls die Schlagreife der Baumreihe attestiert. Neben der Gefährlichkeit herabstürzender starker Äste auf den Weg sei eine „starke Wurzelausbildung im Bereich dieses Fuß- und Radwegs zu beobachten“, heißt es im Bericht über die anstehenden Forstarbeiten weiter. Ferner sei die Fällung der Bäume für die anstehende Erweiterung des Sportparks Süd notwendig.

Die 16 Pappeln haben eine Baumhöhe von 25 bis 30 Metern, einen Kronendurchmesser von zehn Metern und einen Stammumfang von etwa 280 bis 300 Zentimetern. Eine Ausgleichsanpflanzung werde durchgeführt, erläuterte Weßling bereits im Ausschuss.

Grundsätzlich, so schilderte der Fachmann aus dem Rathaus, gelte für den Ort eine Baumschutzsatzung. Der Blick in diese Satzung, die für die bebaute Ortslage gilt, macht deutlich, dass es verboten ist, Bäume zu fällen, sie zu schädigen oder ihren Aufbau wesentlich zu verändern, wenn sie einen Stammumfang aufweisen, der – gemessen 80 Zentimeter über dem Boden – größer als 80 Zentimeter ist. Ausnahmen gelten für Obstbäume, sofern es sich nicht um Walnussbäume oder Esskastanien handelt.

Von der Gemeindeverwaltung können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden, doch sind diese zwingend zuvor schriftlich zu beantragen. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

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