Karl Hollekamp freut sich über das Happy End
Der Friebaum hat wieder eine Tafel

Metelen -

Lange hat Karl Hollekamp dafür gekämpft, dass endlich wieder ein Schild über den Friebaum am Nordring-Kreisel informiert.

Donnerstag, 28.03.2019, 06:00 Uhr
Vor Ort war Karl Hollekamp gestern Morgen, als Martin Blanke (l.), Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofes, den Standfuß für die Infotafel in das Erdreich einließ. Jetzt werden Interessenten wieder über die Bedeutung des historischen Plätzchens informiert.
Vor Ort war Karl Hollekamp gestern Morgen, als Martin Blanke (l.), Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofes, den Standfuß für die Infotafel in das Erdreich einließ. Jetzt werden Interessenten wieder über die Bedeutung des historischen Plätzchens informiert. Foto: Dorothee Zimmer

Dass am Friebaum lange Zeit kein Schild angebracht war, auf dem Interessierte sich über die Bedeutung dieses historischen Plätzchens am Nordring-Kreisel informieren konnten, störte Karl Hollekamp schon längere Zeit. Es gab zwar mal eines, aber das wurde vor einigen Jahren von Dieben entwendet. „Wohl, weil es aus Bronze und damit wertvoll war“, meinte der 87-Jährige am Mittwochmorgen. Bei seinen nicht seltenen Besuchen an dieser Stelle kam er immer mal wieder mit Radfahrern aus der Umgebung ins Gespräch. Häufig hörte der Senior, dass sie das Fehlen einer erklärenden Tafel bedauerten. Und so fasste er den Entschluss: „Es muss eine neue her.“

Zum Friebaum hat Hollekamp eine ganz besondere Beziehung, man könnte sie ohne Übertreibung herzlich nennen: Etliche Jahre hat er den Platz um die Eiche zusammen mit Männern aus der Nachbarschaft Ludenbrey gepflegt und gehegt, er hat sogar den Tod des Baumes verhindert, der im Zuge der Bauarbeiten am Kreisel bereits farblich markiert war als einer, der weichen sollte. In der guten Stube im Haus an der Neustraße hängt ein gemaltes Bild vom Friebaum und jetzt endlich, da freut er sich, steht auch wieder ein Schild zwischen den drei Ruhebänken, die den Baum umgeben.

Für die Allgemeinheit

Im Herbst sei er bei der Verwaltung mit seinem Anliegen vorstellig geworden, erzählt er. „Ohne Tafel geht das am Friebaum nicht mehr“, habe er gesagt, worauf Bürgermeister Gregor Krabbe und Verwaltungsmitarbeiter Matthias Ewering sofort ihre Unterstützung versprochen hätten. Und so wurde ein Schild – diesmal aber nicht aus Bronze – angefertigt, beim Modenhaus Wesseler zwecks Beschriftung eingereicht und das Standbein am Mittwoch von Bauhofmitarbeiter Martin Blanke ins Erdreich gegraben.

Dass die Angelegenheit nun so ein gutes Ende genommen hat, macht ihn froh, gleichwohl seien seine Bemühungen in dieser Sache natürlich nicht eigennützig gewesen, betont er: „Ich mach das für die Allgemeinheit.“ Und als die beiden Männer ihre Arbeit getan haben und von dannen ziehen, greift Ehefrau Anni Hollekamp zum mitgebrachten Besen und fegt den Sand auf dem Platz um das neue Schild herum sauber. An einem optisch ansprechenden Gesamtbild des Friebaums ist dem Ehepaar schließlich ebenfalls sehr gelegen.

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