Konzept der katholischen Pfarrgemeinde
Kodex für den Umgang mit Minderjährigen

Metelen -

Ein „Institutionelles Schutzkonzept“ hat sich in diesen Tagen die katholische Kirchengemeinde Ss. Cornelius und

Dienstag, 02.04.2019, 06:00 Uhr
Pastor Thomas Stapper unterschreibt das fertiggestellte Konzept der örtlichen Pfarrgemeinde. An der Erstellung waren auch Hermann-Josef Rudde, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und Aloisia Alteepping, Verbundleiterin der katholischen Kitas, beteiligt.
Pastor Thomas Stapper unterschreibt das fertiggestellte Konzept der örtlichen Pfarrgemeinde. An der Erstellung waren auch Hermann-Josef Rudde, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und Aloisia Alteepping, Verbundleiterin der katholischen Kitas, beteiligt. Foto: Dorothee Zimmer

Die Beschäftigung mit dem „Institutionellen Schutzkonzept“ (ISK) habe viel Zeit in Anspruch genommen – gleichwohl sei der Prozess auch „spannend“ gewesen, blickt Pastor Thomas Stapper auf ein Projekt zurück, das die Kirchengemeinde vor rund einem Jahr unter der Moderation von Yvonne Rutz, Präventionsfachkraft für das Kreisdekanat Steinfurt, in Angriff nahm.

Bundesweit waren alle Pfarreien verpflichtend aufgerufen worden, ein ISK zu erstellen. Auch das Bistum Münster gab die Order an seine rund 900 hauptamtlichen Seelsorger und Seelsorgerinnen. In diesem Rahmen wurden sie und darüber hinaus rund 1200 Erzieher beiderlei Geschlechts in katholischen Einrichtungen geschult – jeder Mitarbeiter, ob als Angestellter im Dienst der Kirche oder ehrenamtlich Tätiger, ob weiblich oder männlich und je nachdem, wie umfangreich der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen bei den obliegenden Aufgaben ausfällt. Hintergrund: Befähigtt sein, Situationen von sexualisierter Gewalt rechtzeitig zu erkennen und präventiv eingreifen zu können.

Als wesentlichen Teil des Konzeptes erarbeitete die Steuerungsgruppe einen Verhaltenskodex mit zahlreichen Punkten, der als Leitfaden im Umgang mit Minderjährigen gilt und vor allem auf einen achtsamen und respektvollen Umgang mit ihnen abzielt. Alle in der Kirchenarbeit Involvierten geloben mit ihrer Unterschrift die Einhaltung.

Das Schriftstück wurde jetzt im Rahmen einer Sitzung des Kirchenvorstandes der örtlichen Pfarrgemeinde vom Gremium genehmigt und offiziell verabschiedet. Damit liegt die Pfarrgemeinde gut im Zeitplan, denn erst im Sommer ist Abgabefrist. „Es gibt Gemeinden, die noch daran arbeiten“, weiß Stapper.

Ein Großteil der theoretischen Arbeit ist somit zunächst getan und mit Elisabeth Woltering, Erzieherin in der Kita St. Josef, eine Präventionsfachkraft gefunden. „Jede Kirchengemeinde muss vor Ort ein solches Amt besetzen“, nennt der Pastor ein zu erfüllendes Kriterium. Neben Stapper und Woltering können auf Ortsebene weiterhin Pastoralreferentin Ruth Bentler sowie Aloisia Alteepping, Verbundleiterin der katholischen Kitas, bei Verdachtsfällen kontaktiert werden. Dokumentationen und die Überprüfung auf Einhaltung fallen in das Ressort des Pfarrbüros.

„Jetzt geht es an die Umsetzung des Konzeptes und darum, dass es all jenen, die mit Kindern und Jugendlichen umgehen, in Fleisch und Blut übergeht“, skizziert Stapper den nächsten Schritt.

Im Vorwort heißt es unter anderem: „Das ISK unserer Pfarrei möchte dazu beitragen, dass wir in der Verantwortung und Sorge für das Wohl und den Schutz von Minderjährigen sowie schutz- und hilfsbedürftigen Erwachsenen sensibel sind. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen allzeit dafür Sorge tragen, dass sich dieser Personenkreis sicher fühlen kann.“ Interessierte erhalten das ISK in Papierform ab sofort im Pfarrbüro, ab etwa Mitte April steht es auf der Homepage der Kirchengemeinde.

An der Erstellung mitgearbeitet haben: Pastor Thomas Stapper sowie Aloisia Alteepping, Ruth Bentler, Dagmar Bußmann, Carolin Gielen, Maria Hambrügge, Gaby Kriens, Elke Meiring, Hermman-Josef Rudde, Clara Stücker, Silvia Weßling und Beate Wiechers.

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