Nachfragebündelung für Außenbereich
Glasfaser: Der reine Anschluss ist umsonst

Metelen -

Knapp 300 Haushalte im Außenbereich, dazu über 20 Gewerbebetriebe, die außerhalb des Ortskerns liegen – sie alle sollen

Donnerstag, 04.04.2019, 06:00 Uhr
Die beiden Unternehmen Epcan und Muenet informierten im Alten Amtshaus über das Glasfaserprojekt. Auch Lisa Ottenhues gehörte zum Team, das Fragen zur Nachfragebündelung beantwortete.
Die beiden Unternehmen Epcan und Muenet informierten im Alten Amtshaus über das Glasfaserprojekt. Auch Lisa Ottenhues gehörte zum Team, das Fragen zur Nachfragebündelung beantwortete. Foto: hsh

Es ist ein Kommen und Gehen an diesem Nachmittag im Sitzungssaal des Alten Amtshaus. Metelens gute Stube hat sich für ein paar Stunden in einen Infobereich verwandelt, in dem zwei Unternehmen aufklären über schnelles Glasfasernetz im Außenbereich.

Viele Menschen, die außerhalb der Ortslage wohnen und bisher mit eher dürftigen Kommunikationsleitungen leben mussten, haben sich die Zeit genommen, um vorbeizuschauen. Teils geht es darum, noch fehlende Informationen einzuholen und Detailfragen zu klären. Etliche der Besucher zücken aber auch den angebotenen Kugelschreiber und unterzeichnen gleich einen Vertrag mit einem der Anbieter.

Muenet und Epcan heißen die Firmen, die gemeinsam Metelens Bauerschaften mit schnellem Netz versorgen wollen – ganz ähnlich, wie dies schon die Deutsche Glasfaser vor ein paar Jahren im Innenbereich gemacht hat. Doch es gibt einen fundamentalen Unterschied zu damals: Diesmal nimmt nämlich der Staat Geld in die Hand und fördert die Anschlüsse. Zehn Prozent der öffentlichen Förderung übernimmt die Kommune. Für die künftigen Nutzer bedeutet dies, dass sie die Glasfaserleitung bis in eine Anschlussdose im Haus gelegt bekommen – ohne einen Euro dafür zu bezahlen.

Wirtschaftlich interessant wird das flotte Netz für das einrichtende Unternehmenskonsortium vor allem durch Anschlussverträge, welche die Bewohner des Außenbereichs abschließen können. Mit 100 oder sogar 200 Mbit können sie sich auf die Datenautobahn bringen lassen. Wer bis zum 19. April (Freitag) unterschreibt – so lange dauert die Nachfragebündelung – bekommt einen reduzierten Tarif. Danach wird es teurer.

Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe betonte vor Ort, dass möglichst alle Haushalte im Außenbereich mindestens den kostenlosen Antrag auf Anschluss stellen sollten. Wer die Kampagne verpasse, müsse später besonders tief in die Tasche greifen, wenn er es sich anders überlege. „Die hatten mit ein Angebot in fünfstelliger Höhe gemacht“, brachte es ein Anlieger auf den Punkt, der einmal den Versuch unternommen hatte, sich von der Deutschen Glasfaser ins Metelener Netz einbinden zu lassen.

Die Kommune hatte sich, so Krabbe, für weitere 21 Anlieger stark gemacht, die bisher nicht ins Fördergebiet fielen. Es gebe deutliche Signale, dass auch diese Menschen in den Genuss der schnellen Datenleitungen kommen könnten. Krabbe: „In Metelen haben wir dann die Möglichkeit, dass fast 100 Prozent der Haushalte einen zeitgemäßen Zugang zum Internet erhalten.“

Zum Thema

Ein weiterer Info-Nachmittag zur Nachfragebündelung findet am 11. April (Donnerstag) von 14 bis 19 Uhr im Sitzungssaal des Alten Amtshauses statt.

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