Wildblumenwiese an der Kita St. Marien
Kleines Paradies      hilft den Insekten

Metelen -

Die Mädchen und Jungen der St.-Marien-Kita sind jetzt schon ganz gespannt darauf, was in ein paar Wochen vor ihrem Kindergarten zu sehen sein wird. Sie haben ein Rasenstück umgegraben und dort eine Wildblumenwiese ausgesät. Die Samen stellte der Kreis.

Dienstag, 09.04.2019, 06:00 Uhr
Die Sämereien für die Wildblumenwiese stellte der Kreis Steinfurt, die Mädchen und Jungen der Kita St. Marien richteten das Beet her und säten ein.
Die Sämereien für die Wildblumenwiese stellte der Kreis Steinfurt, die Mädchen und Jungen der Kita St. Marien richteten das Beet her und säten ein. Foto: Dorothee Zimmer

Auf der Grünfläche vor der Kita St. Marien, zwischen dem Mitarbeiterparkplatz und dem Bürgersteig, liegt ein etwa zehn Quadratmeter großes, schwarzes Rechteck. Das war bis vor Kurzem ebenfalls grün, dann aber rückten angehende Schulkinder dem Rasen zu Leibe.

Sie bearbeiteten es mit Körperkraft und Gartengeräten und bereiteten es so auf seine neue Bestimmung als Wildblumenwiese vor. Jetzt warfen die Mädchen und Jungen mit Unterstützung der beiden Erzieherinnen Melissa Bente und Elke Winkelhues den vom Umweltamt des Kreises kostenlos zur Verfügung gestellten Samen in kleinen Portionen auf die Erde und traten ihn anschließend behutsam mit den Füßen fest. „Ich bin ja so gespannt“, steckte Bente mit ihrer Vorfreude auf das, was da kommen wird, auch die Kinder an.

Etwa zehn bis 20 Tage müsse man sich wohl gedulden, bis sich der Samen in Keimlinge verwandle, schätzte Winkelhues. Voraussichtlich im Mai wird der Streifen dann mit Blumen in bunten Farben blühen und Bienen, Schmetterlingen sowie anderen Insekten ein kleines Paradies bieten. Vor allem Bienen, das haben die Erzieherinnen den Kindern im Rahmen dieser Aktion vermittelt, „sind ungeheuer wichtig für die Bestäubung der Pflanzen und haben einen großen Nutzen für uns Menschen“. Leider gebe es in der Natur kaum noch Lebensräume für sie.

Die Mühe der Kinder in dieser Sache zahlt sich auch dann noch aus, wenn sie längst die Schulbank drücken: Die Blumen sind nämlich mehrjährig.

Freude am Engagement der Kita-Ältesten hatte auch Simon Möser, Klimaschutzmanager bei der Gemeinde. In seinen Bereich fallen unter anderem Umwelt- und Tierschutz. Und um ein Bewusstsein für diese Themen zu entwickeln, sei eine frühe Beschäftigung damit hilfreich, betonte er. „Das, was man jung lernt, behält man am besten.“

Einrichtungsleiterin Karin Krechting hoffte auf viele Nachahmer der Aktion, denn der Kreis gibt den Wildblumensamen auch an interessierte Privatleute und Vereine ab. Sie schloss nicht aus, die Wildblumenwiese an der Kita „bei gutem Erfolg“ auf Dauer eventuell noch zu erweitern. Woran lässt der sich messen? „Wenn es schön bunt aussieht und viele Insekten kommen.“

Der Himmel tat im Anschluss an die Sä-Aktion sein Übriges. „Was braucht die Wildblumenwiese jetzt noch zum Wachsen?“ fragte Winkelhues. „Wasser“, riefen die Kinder. Wie passend, dass der in Form von Nieselregen just zum richtigen Zeitpunkt auf das nagelneue Beet tröpfelte.

Zum Thema

Infos zum kostenfreien Regio-Saatgut gibt es unter anderem bei Stefan Kölker (Telefon 0 25 51/69 14 31; E-Mail stefan.koelker@kreis-steinfurt.de).

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