Mehrheit schließt sich Bürgervotum an
Rat: Es bleibt beim Gelben Sack

Metelen -

Die Entscheidung fiel mehrheitlich im Gemeinderat: Metelens Wertstoffentsorgung erfolgt auch in den kommenden Jahren

Dienstag, 04.06.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 13:54 Uhr
Der Gelbe Sack mit all seinen Vor- und Nachteilen wird den Metelenern auch in den kommenden Jahren noch erhalten bleiben. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Beibehaltung des jetzigen Abfuhrsystems.
Der Gelbe Sack mit all seinen Vor- und Nachteilen wird den Metelenern auch in den kommenden Jahren noch erhalten bleiben. Der Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Beibehaltung des jetzigen Abfuhrsystems. Foto: Wilfried Gerharz

Die Gelbe Tonne einführen? Oder doch lieber den Gelben Sack beibehalten? Um diese Frage geht es in Metelen seit geraumer Zeit. Die Gemeinde hatte dazu auch eine Bürgerbefragung durchgeführt. Das Ergebnis lag den Ratsmitgliedern am Montagabend in der Sitzung vor. 64 Prozent der Befragten hatten ihre Umfragebögen ausgefüllt zurück gegeben. Und davon sprachen sich 63 Prozent dafür aus, den Plastikabfall weiterhin in den Gelben Säcken entsorgen. Diese würden dann wie gewohnt im zweiwöchigen Rhythmus abgefahren. Die Gelbe Tonne indes wäre nur alle vier Wochen geleert worden.

„Es gibt für beide Varianten gute Argumente. Aber die meisten Rückmeldungen möchten nun mal den Gelben Sack beibehalten. Das sollten wir akzeptieren“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU, André Kersten.

Andreas Sievert, Fraktionschef der SPD, hielt die Informationen im Rahmen der Befragung nicht für ausreichend. „Aus der Umfrage ging überhaupt nicht hervor, dass auch eine zweite gelbe Tonne möglich wäre“, kritisierte er. Sein Parteikollege Stefan Beike war ebenfalls der Meinung, dass man es im Vorfeld anders hätte regeln müssen. „Es wurden zum Beispiel ausschließlich die Hauseigentümer befragt und nicht die Mieter“, bemängelte er.

Die UWG habe sich für die Gelbe Tonne stark gemacht, erklärte Dietmar Deitermann. „Die vierwöchige Abfuhr war ein K.o.-Kriterium bei der Bürgerbefragung“, vermutete er. Die UWG würde zwar bei ihrer Abstimmung dem Bürgerwillen nachgeben, werde aber in Sachen Gelbe Tonne weiter am Ball zu bleiben. „Wir sollten die Zeit nutzen, um ein gemeinsames Konzept mit anderen Gemeinden zu erstellen. Es müsste doch möglich sein, für die Gelbe Tonne einen Zwei-Wochen-Rhythmus zu organisieren“, schlug Deitermann vor.

Bürgermeister Gregor Krabbe gab zu bedenken, dass ein 14-Tage-Rhythmus mit höheren Abfuhrkosten verbunden sei. Veronika Lücking (CDU) sah sowohl beim Gelben Sack als auch bei der Gelben Tonne Vor- und Nachteile. Der gelbe Sack hat ihrer Meinung nach den Vorteil, dass man die Füllungen im Blick hat. Was eventuell eine bessere Möglichkeit wäre, um Fehlbefüllungen vorzubeugen, findet sie.

Nachdem die Ratsmitglieder das Meinungskarussell eifrig hatten kreisen lassen, beschlossen sie bei 13 Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen, das bestehende Abfuhrverfahren mit seinem zweiwöchigen Rhythmus beizubehalten.

Damit ist der Gelbe Sack den Metelener Bürgern bis zum Jahre 2023 sicher. Das dies allerdings kein Freibrief sein sollte, nun munter „draufloszumüllen“, hatte Veronika Lücking zuvor in der Diskussion deutlich gemacht. „Wir Bürger sollten daran arbeiten, dass der Verpackungsmüll abnimmt“, appellierte sie an das Umweltbewusstsein der Bevölkerung.

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