Seniorenwohnen am Kattenkolk
Baugebiet muss noch eine Hürde nehmen

Metelen -

Mit den Erweiterungsabsichten des Netto- und des K+K-Marktes beschäftigte sich am Montagabend der Bauausschuss. Die

Mittwoch, 19.06.2019, 06:00 Uhr
Die Wiese zwischen Kattenkolk, Neutor und alter Bahnstrecke soll bebaut werden – unter anderem mit Wohnungen für Senioren.
Die Wiese zwischen Kattenkolk, Neutor und alter Bahnstrecke soll bebaut werden – unter anderem mit Wohnungen für Senioren. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Während der Bauausschuss mit Blick auf die Erweiterung des Netto-Marktes bereits Nägel mit Köpfen machte, hakt es noch bei der Umsetzung der Pläne für die Erweiterung des K+K-Marktes am Neutor in Zusammenhang mit der Entwicklung von Bauland am Kattenkolk.

Hier soll ja ein größeres Wohnobjekt für Senioren entstehen, welches in der aktuellen Planung in den westlichen Bereich der jetzigen Wiesenfläche gerückt ist – also direkt zum Kattenkolk hin. Weiter östlich, also in Richtung Lebensmittelmarkt/Neutor könnten Baugrundstücke entstehen, die über eine Sackgassen-Stichstraße vom Kattenkolk her erschlossen werden sollen, so der aktuelle Plan.

Carsten Lang vom Coesfelder Planungsbüro „Wolters Partner“, das die beiden Projekte fachlich begleitet, erläuterte, dass das Thema Schallschutz wichtig sei. „Das ist von zentraler Bedeutung, damit das Nebeneinander der Nutzungen funktioniert“, stellte der Experte heraus. Bis zu drei Meter hohe Lärmschutzwände sind zwischen dem Markt und der angrenzenden Neubebauung, vor allem aber im rückwärtigen Bereich des Marktes vorgesehen. Hier parken die Lieferfahrzeuge.

Kompliziert wird das Projekt durch zwei Einwendungen von Anliegern. Zum einen geht es um eine landwirtschaftliche Nutzung. Wesentlich diffiziler ist allerdings der Betrieb einer Schreinerei, die Lärm emittiert. Wie viel und in welcher Intensität, das müsse sauber ermittelt werden. „Wir brauchen hier eine absolut rechtssichere Planung“, stellte Lang unmissverständlich klar.

Als zum jetzigen Zeitpunkt spekulativ bewertetet Lang die Frage von Stefan Beike (SPD), ob das eine weitere Schallschutzwand zum Süden des Baugebietes hin bedeute. „Dann knasten wir das Gebiet ein“, warnte Beike wörtlich. Detaillierter soll sich der Rat mit dem Thema beschäftigen.

Wesentlich einfacher von der Hand gingen dem Bauausschuss die notwendigen Planänderungen für die Erweiterung des Netto-Marktes von derzeit 786 auf dann 1050 Quadratmeter. Einstimmig votierte das Gremium für die entsprechenden Vorlagen. Nachfragen gab es mit Blick auf die 1,30 Meter hohe Lärmschutzwand, die längs der Wersche zum Netto-Parkplatz hin entstehen soll. Stefan Beike will hier keine Werbeflächen und plädierte für eine nachhaltige Begrünung des Objekts. Bauamtsleiter Stefan Weßling erläuterte, dass die Gemeinde mit dem Betreiber hier im Gespräch sei.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6703291?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker