Nachwuchs schlägt Kreiszeltlager in Naendorf auf
Feuerlöscher in der Ausbildung

Metelen -

32 Zelte, 260 Teilnehmer, 50 Betreuer und alle paar Meter ein Feuerlöscher – so sieht es im Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr aus, das in diesen Tagen in Metelen stattfindet. Dabei haben die Organisatoren an alles gedacht: Pläne für Essensausgabe und Nachtwache, Lagerrallye, Orientierungsmarsch, Freizeitgestaltung und natürlich auch an die Sicherheit, inklusive Evakuierungs- und Brandschutzplänen.

Samstag, 22.06.2019, 07:00 Uhr
Für die Teilnehmer des Kreiszeltlagers der Jugendfeuerwehr steht unter anderem eine Rallye auf dem Programm. Jonas Krude, Norman Zimolag, Elias Lücking und Justin Fuhrmann (v.l.) aus Metelen brüten gerade über ein paar Fragen.
Für die Teilnehmer des Kreiszeltlagers der Jugendfeuerwehr steht unter anderem eine Rallye auf dem Programm. Jonas Krude, Norman Zimolag, Elias Lücking und Justin Fuhrmann (v.l.) aus Metelen brüten gerade über ein paar Fragen. Foto: Heidrun Riese

Vor dem einen Zelt stehen Campingstühle, vor dem anderen ein Planschbecken. Und alle paar Meter ist entlang der mobilen Behausungen ein Holzpfahl in den Boden gerammt, an dem ein Feuerlöscher hängt. Ganz ohne Zweifel: Wenn es um die Sicherheit geht, hat das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr, das in diesen Tagen von der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Metelen auf dem Hof am See in Naendorf ausgerichtet wird, die Nase ganz weit vorne. Sie sind ja auch nicht zum Spaß da, die rund 260 Teilnehmer mit ihren etwa 50 Betreuern. Na gut, das auch – aber eben nicht nur. Denn bei der Lagerrallye, vor allem aber beim Orientierungsmarsch werden Feuerwehr-Kenntnisse abgefragt und erweitert.

Smartphone-Recherche

Minuten, nachdem am Freitagmorgen die Lagerrallye begonnen hat, herrscht schon fast Stille auf dem Gelände. Fast, weil immer noch Musik aus den Boxen dröhnt. „Sonst wäre es auch etwas langweilig“, findet Marcel Bremer, der als Gemeinde- und stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart zum Organisationsteam gehört. Vor einigen der 32 großen, weißen Zelte haben es sich ein paar Betreuer gemütlich gemacht. Sie genießen ihre Pause, während die Zwölf- bis 18-Jährigen ihre Aufgaben lösen. Einigen können sie dabei sogar zugucken: Jonas Krude, Norman Zimolag, Elias Lücking und Justin Fuhrmann haben sich um einen Tisch geschart und brüten über einigen Fragen, die sich aus dem Kopf oder im Zweifelsfall per Smartphone-Recherche beantworten lassen. Die übrigen der 16 Teilnehmer aus Metelen sind währenddessen unterwegs, um ebenfalls Aufgaben zu bewältigen.

An anderer Stelle wird angepackt: Alexander Oergel-Steinfeld und Johannes Oergel besetzen gerade das Spülmobil des Malteser Hilfsdienstes und sorgen dafür, dass Geschirr und Besteck zum Mittagessen wieder sauber sind, wenn Nudeln mit Bolognesesoße aufgetischt werden. Auch wenn das Essen vom Partyservice kommt, ist es doch eine interne Angelegenheit. Denn der Inhaber, Stefan Böhm, „ist auch bei uns in der Feuerwehr“, verrät Bremer.

Mit dem Shuttle zur Dusche

Genau wie für das Essen gibt es auch feste Zeiten fürs Duschen – und zwar noch vor dem Frühstück. Mit einem Shuttleservice wird der Feuerwehr-Nachwuchs zur Sporthalle gebracht. „Danach sind dann auch alle munter“, merkt Bremer mit einem Schmunzeln an und macht einen kurzen Abstecher ins Lagerbüro, das sich in einer Scheune befindet – inklusive Handyladestation. Direkt neben dem Schreibtisch stehen ein paar Feldbetten. Dort laufen nicht nur alle Fäden zusammen, dort haben die Betreuer aus Metelen auch ihr eigenes Lager.

Wenn die Teilnehmer nicht gerade alle ausgeschwärmt sind, soll es ihnen nicht langweilig werden. Dazu ist ein aufblasbarer Menschenkicker aufgebaut und auch die Strandbar am Baggersee hat geöffnet. Zu kaufen gibt es dort Knabberkram und Kaltgetränke. „Ausschließlich ohne Alkohol“, wie Bremer betont. „Der ist tabu im Lager.“ Und als Überraschung starten vom benachbarten Flugplatz am Freitagabend vier Heißluftballons. Mit an Bord sind die Teilnehmer und Betreuer aus Metelen sowie Kreisjugendfeuerwehrwart Robert Laumann aus Saerbeck und sein Vorgänger, Frank Klose aus Altenberge. „Er hat mitgeholfen, vor fünf Jahren unsere Jugendfeuerwehr hier in Metelen aufzubauen“, informiert Bremer.

Sicherheitskonzept

Programm, Essensplan, Nachtwache . . . An den entspannten Gesichtern der Organisatoren ist zu erkennen, dass sie alles im Griff haben – auch das, was sie nicht beeinflussen können. Dazu gibt es ein Sicherheitskonzept: 33 Seiten mit Flucht- und Brandschutzplan. Dazu gehören auch die Feuerlöscher. „Gerade bei Trockenheit“, weiß Bremer, „kann schnell ein Feuer ausbrechen.“ Und für den allerschlimmsten Fall ist auch immer ein Löschfahrzeug vor Ort. Es handelt sich eben nicht um irgendein Lager, sondern um das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr.

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