Christian Ernsting ist Fabianus-König
Hochspannung an der Vogelstange

Metelen -

Gespannt verfolgen Schützen und Besucher die Schussphase des Vogelschießens. Maik Segeler und Christian Ernsting lieferten sich ein Duell, das Ernsting mit dem 271. Schuss für sich entschied. Der Holzvogel erwies sich im Wettstreit als ein recht zähes Federvieh.

Sonntag, 30.06.2019, 12:00 Uhr
Gespannt verfolgen Schützen und Besucher die Schussphase des Vogelschießens. Maik Segeler und Christian Ernsting lieferten sich ein Duell, das Ernsting mit dem 271. Schuss für sich entschied.
Gespannt verfolgen Schützen und Besucher die Schussphase des Vogelschießens. Maik Segeler und Christian Ernsting lieferten sich ein Duell, das Ernsting mit dem 271. Schuss für sich entschied. Foto: Dorothee Zimmer

Schon als der Holzvogel noch längst kein Wackelkandidat war, ließ Christian Ernsting seine Absichten erkennen. Regelmäßig war er zu Gast an der hinter einer hohen Glaswand aufgestellten Schießstange auf Kocks Insel, wo Norbert Hölscher seinen Dienst als Schießmeister versah. „Wenn er fällt, dann fällt er eben“, kommentierte der 43-Jährige am Samstag schmunzelnd die Frage nach Bestrebungen, die Nachfolge von Jörg Krabbe auf dem Königsthron der Schützenbruderschaft Ss. Fabianus und Sebastianus anzutreten.

Tatsächlich gelang dem örtlichen Volksbankchef der finale Schuss um 20.58 Uhr in einer ungewöhnlichen Endphase. Insgesamt wurde der Vogel 271 Mal ins Visier genommen.

Fabianus-Schützenfest

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    Foto: Dorothee Zimmer

Für die Besucher und selbst für langjährige Schützen entfalteten die etwa 15 letzten Minuten des Wettkampfs eine in dieser Form selten vorkommende Hochspannung. Aus der Runde mehrerer Männer waren es zum Schluss noch der Vorsitzende Maik Segeler und sein Amtsvorgänger Christian Ernsting, die sich am Gewehr ablösten.

Das bereits mit dem bloßen Auge gut erkennbar große Loch im Vogelbauch ließ zu Recht den baldigen Fall des Vogels vermuten. Und immer, wenn einer der beiden zum Schießstand ging, schien die Sache ausgemacht. „Jetzt muss es soweit sein, das kann ja gar nicht mehr anders“, waren sich viele sicher. Aber nichts da, der ganz offensichtlich am seidenen Faden hängende Vogel ließ einfach nicht locker. „So was hab ich ja noch nie erlebt“, staunten neben vielen anderen Frank Fleige und Markus Wesseler.

Die kollektive Anspannung gab dem Schützenfest zweifellos einen besonderen Kick, und es hob sich in mindestens einem weiteren Punkt positiv ab von denen in jüngerer Vergangenheit. „So viele Anwärter hatten wir schon lange nicht mehr“, waren beispielsweise Josef Gerding und Markus Tewes überaus zufrieden mit dem Verlauf des Festes, dem der Spielmanns- und Fanfarenzug die musikalische Note verlieh und das nach der Proklamation in eine Sommernachtsparty überging.

Allein das Wetter mit den hohen Temperaturen meinte es vielleicht eine Spur zu gut. „Aber alle haben tapfer durchgehalten“, lobte Maik Segeler die knapp 100 Mann starke Truppe aus Vorstand, Offizieren und Schützen, die am frühen Abend auf dem Marktplatz antrat und von der Gaststätte Pieper den amtierenden König Jörg Krabbe abholte. Auf dem alten Friedhof legte die Bruderschaft einen Kranz nieder, dann zog sie zurück zum Rathaus, wo sich ihr Bürgermeister Gregor Krabbe anschloss. Bevor er auf der schattenspendenden Insel den ersten Schuss abgab, wurde traditionell die Parole verlesen.

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