Stiftsgebäude: Ein Haus voller Kultur und Kunst
Vom Bauherrn zum Ratgeber

Metelen -

Anlässlich des Tages der Architektur in NRW gewährten Annette und Johannes Schön am Wochenende Einblicke in ihr

Mittwoch, 03.07.2019, 06:00 Uhr
Stilvoll präsentierte sich beim Tag der Architektur auch das Interieur des Hauses.                      
Stilvoll präsentierte sich beim Tag der Architektur auch das Interieur des Hauses.                       Foto: Mira Brüggemann

Anlässlich des Tages der Architektur in NRW gewährten Annette und Johannes Schön am Wochenende einen Einblick in ihr Zuhause, das Stiftsgebäude. Seit 2015 sanierten sie das Haus und brauchten insgesamt drei Jahre für die Fertigstellung. Angefangen mit den ersten Skizzen im November 2014 war es für den Architekten Peter Lippe aus Warendorf seine bisher längste Baustelle. Am Umbau beteiligt waren außerdem Beate Schön und Louise Weritz, die beide im oberen Stockwerk wohnen, und ferner Dr. Burkhard und Gesine Weritz.

Bei der Führung durch das Gebäude berichtete Bauherr Johannes Schön über die Zeit des Umbaus: „Jeder Raum stellte neue Anforderungen und man musste sich immer wieder fragen, wie man ihn am besten zum Wohnen nutzen kann.“

Auch die Erhaltung der historischen Grundrisse war der Familie wichtig. „Dieses Haus hat eine eigene Geschichte und ist dadurch sehr lebendig. Es lebt irgendwie mit uns mit“, erzählt Schön. So ist etwa der Kronleuchter im Salon der zweitälteste nicht-elektronische Kronleuchter in der Region.

Das Stift war früher wie heute sehr repräsentativ für Metelen und hatte immer eine gewisse Öffentlichkeit. Damit diese auch erhalten bleiben kann, entschied sich die Mehr-Generationen-Familie dazu, weiter standesamtliche Trauungen im Salon zu ermöglichen und auch zu besonderen Anlässen die Türen für Kulturinteressierte zu öffnen. So war es im Vorjahr am Fettmarkt und bei der diesjährigen KIM-Gartentour sowie jetzt beim Tag der Architektur der Fall.

Seit ungefähr einem Jahr leben die neuen Bewohner nun bereits im Stift und identifizieren sich auch mit dem Gebäude. „Die Umgebung gibt einem das Gefühl, man lebe im Dornröschen Schloss“, so Johannes Schön.

Am Tag der Architektur waren auch etliche Besucher aus umliegenden Städten, teilweise auch aus Münster, angereist, um sich von den Besitzern Ratschläge geben zu lassen. „Es gab einige Besucher, die gerade dabei sind, ein Haus zu bauen und sich daher ein paar Tipps von uns holen wollten. Das war sehr schön für uns. Wir wurden quasi vom Bauherrn zum Ratgeber“, meint das Ehepaar.

Die Möbel gehörten der Familie schon vorher, sie sammelten sich über die Zeit an. Als kleinen Tipp zur Einrichtung verrät Annette Schön: „Man sollte nicht versuchen, es zu perfekt zu machen.“

Abschließend sprach das Ehepaar noch ausdrücklich ein Lob für die Handwerker aus: „Die Tischler, Maler, Architekten und Putzer haben alle extrem gute Arbeit geleistet, und die Zeit zusammen war sehr angenehm.“

Tatsächlich träumte Annette Schöns Vater Dr. Burkhard Weritz bereits in den Jahren, als das Haus noch zum Verkauf stand, davon, das Stiftsgebäude zu sanieren. Dieser Traum wurde jetzt Realität.

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