Kinkerlitzchen-Festival in Metelen
Neun Bands an Plagemanns Mühle

Metelen -

Neun Bands sind am 9 und 10. August an Plagemanns Mühle zu hören - beim Kinkerlitzchen-Festival. Für die Organisatoren ist die Veranstaltung indes auch mit Wehmut verbunden.

Donnerstag, 01.08.2019, 19:08 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 19:20 Uhr
Die Band „Rikas“ ist bereits vor zwei Jahren beim Kinkerlitzchen-Festival in Metelen aufgetreten.
Die Band „Rikas“ ist bereits vor zwei Jahren beim Kinkerlitzchen-Festival in Metelen aufgetreten. Foto: Lisa Nguyen

Diese Jungs wissen genau, was sie auf der Bühne erreichen wollen: „Die Leute sollen tanzen und nicht nur mit einem viel zu herben Bier in der letzten Reihe stehen“, lautet das erklärte Ziel der Band Rikas. Und sie werden wissen, dass die Chancen darauf ziemlich gut stehen, wenn sie am 10. August (Samstag) im Abendprogramm des Kinkerlitzchen-Festivals an Plagemanns Mühle auftreten werden. Schließlich sind sie die einzigen „Wiederholungstäter“ im insgesamt neun Solokünstler und Bands umfassenden Line-Up, das die Organisatoren vom Verein Klangkultur Metelen für das Musikfestival in die Vechtegemeinde gelockt haben.

Bereits vor zwei Jahren war die vierköpfige Formation aus Stuttgart zu Gast bei dem Musikevent und begeisterte das Publikum mit ihrer wilden Mischung aus Indie, Pop, Soul und multipolaren Einflüssen aus den verschiedenen Dekaden der Musikgeschichte. „Rikas sind ein Mai Tai mit Glitzerschirmchen, kein schmales Pils vom Fass“, schreiben sie in ihrem offiziellen Pressematerial. Und sie sind nicht die einzigen der angekündigten Musik-Acts, die sich für ihre Selbstpräsentation die buntesten Metaphern ausdenken.

„Hauptsache, nicht langweilig wirken!“ – so beschreiben sich „Drens“ als „dein dichter Schnurrbart in roten Badehosen, ein bisschen Pazifik-Schweiß auf deiner Brust, ein paar Drinks zu viel letzte Nacht.“ Dahinter verbirgt sich eine Surfpunk-Band aus Köln und Dortmund, die unter Kennern der Indie-Szene längst keine Unbekannte mehr ist und sich mit Festival-Auftritten wie jüngst dem „Juicy Beats“ in Dortmund einen Namen gemacht hat.

Aus Norddeutschland reist außerdem ein Sextett an, das in seinen Texten die Komik aufgreift, die an Opas alte Geschichten vorm Lagerfeuer erinnern und diese mit einer ungewöhnlichen Mischung aus den Schlagern der 50er-Jahre und einem hysterischen Garage-Sound kombinieren. Ihr Name „Swutscher“ kommt aus dem Plattdeutschen und bedeutet nach eigenen Angaben so viel wie „liederlich liebender Mensch“. Warum das sinnbildlich für den Charakter der Band stehen soll, verraten sie allerdings nicht.

Jedoch haben sich die Organisatoren für die Zusammenstellung der Künstler-Liste nicht nur auf nationaler und internationaler Ebene, sondern auch direkt vor Ort umgeschaut. So dürfen mit „See the Sign“ auch vier Lokalmatadoren die Bühne entern, welche erst im vergangenen Jahr mit einem Konzert im Ochtruper Jugendcafé Freiraum ihr Debüt feierten. Die Alternative-Rock-Formation, deren Musik von Bands wie den „Foo Fighters“ und „Red Hot Chili Peppers“ maßgeblich beeinflusst wurde, ging einst aus der Gruppe „Frenative“ hervor und hat seit ihrer Gründung unter anderem beim „New-Names“-Konzert im Jovel in Münster und dem Krachmacher-Festival in Nordwalde weitere Bühnenerfahrung gesammelt.

Wer bei dem zweitägigen Festival, das am Freitag (9. August) mit einem Open-Air-Kinoabend startet, dabei sein möchte, kann sich die vergünstigten Vorverkaufstickets noch bis Samstag (3. August) im Online-Shop des Kinkerlitzchens sichern oder diese bis Mittwoch (7. August) vor Ort bei Schreibwaren Ewering erwerben.

Da es sich bei der diesjährigen Auflage wohl auch um das letzte „Kinkerlitzchen“ handeln wird (wir berichteten), haben die Verantwortlichen die Preise noch einmal gesenkt. „Wir wollen es allen ermöglichen, das letzte Festival noch einmal mit uns zu feiern“, erläutert Simon Stücker, Vorsitzender des Vereins Klangkultur. Für die Besucher, die ihr Ticket direkt im Ort erwerben, ist der Eintritt besonders günstig: Zwölf Euro zahlen die Gäste für das kombinierte Ticket bei Schreibwaren Ewering; in den anderen Vorverkaufsstellen liegt der Preis bei 16 Euro. Im Gegenzug hofft Stücker auf das Verständnis der Anwohner, wenn es am Ende des Live-Programms in der Nacht zu Sonntag noch einmal etwas lauter wird. Auch diesmal dürfen sich die Gäste auf ein Feuerwerk freuen, das gegen 1 Uhr nachts in die Höhe schießen wird. „Danach gibt es noch eine Aftershow-Party mit einem DJ“, so der Chef-Organisator.

Er freut sich ebenfalls darüber, dass es seinem Team gelungen ist, den Gästen von Nah und Fern zum zweiten Mal einen Zeltplatz zur Verfügung stellen zu können. Nachdem die Musikfans vor zwei Jahren ihr Camp neben der Sporthalle an der Ochtruper Straße aufschlugen, werden diesmal die Grünflächen innerhalb des Stadions – abgesehen vom Fußballplatz selbst – zum Zeltplatz. „Wir erheben dafür einen Beitrag von fünf Euro pro Zelt, um die Kosten decken zu können“, so Stücker. Rund die Hälfte der Plätze seien bereits reserviert.  

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