Bernhild Wierich bestreitet zwei Ausstellungen
Fantasien in Farbe

mETELEN -

Gleich zwei Ausstellungen bestreitet die Metelener Künstlerin Bernhild Wierich in den nächsten zwei Monaten. Zum einen ist sie mit ihren Werken in Freckenhorst vertreten und zum anderen im Kurzentrum von Bad Rothenfelde.

Mittwoch, 07.08.2019, 07:00 Uhr
Die letzten Bilder für die beiden aktuellen Ausstellungen entstehen gerade im Atelier von Bernhild Wierich. Über 35 Exponate wird sie dabei der Öffentlichkeit präsentieren. Für sie allerdings kein Problem: Etwa 120 Bilder lagern bei ihr daheim.
Die letzten Bilder für die beiden aktuellen Ausstellungen entstehen gerade im Atelier von Bernhild Wierich. Über 35 Exponate wird sie dabei der Öffentlichkeit präsentieren. Für sie allerdings kein Problem: Etwa 120 Bilder lagern bei ihr daheim. Foto: Susanne Menzel

Das Atelier unterm Dach ist vollgestellt: Bemalte Leinwände und solche, wo noch der letzte Schliff fehlt. Andere fein säuberlich in ein Regal einsortiert. Farbaufträge und Konsistenzen aller Art. Bernhild Wierich ist gerade mitten in einer Schaffensphase. Gleich zwei Ausstellungen stehen für die Metelener Künstlerin in den kommenden zwei Monaten auf dem Programm. So präsentiert sie vom 3. September bis zum 25. Oktober zehn bis 15 Exponate in der Katholischen Landesvolkshochschule in Freckenhorst. Weitere 25 bis 30 Bilder sind vom 1. bis zum 30. September im Kurmittelhaus in Bad Rothenfelde zu sehen.

„Da habe ich im Vorfeld nicht ganz so genau aufgepasst“, lacht die 69-Jährige. Aber großartige Sorgen bereitet ihr der Doppelauftritt nicht. „Ich habe etwa 120 Werke in meinem Atelier stehen“, sieht sie den Präsentationen deshalb auch gelassen entgegen.

Die gebürtige Ochtruperin, die früher als Erzieherin im offenen Ganztag in der Grundschule gearbeitet hat, ist Autodidaktin. Durch Kunstkurse, die sie zunächst für fünf, später für über 30 Mädchen und Jungen angeboten hat, erschloss sie sich selbst den Weg zur Malerei. „Ich habe mich im Internet über die verschiedenen Techniken informiert, mir Farben und Materialien angeschaut, mit denen ich arbeiten kann. Und dann einfach losgelegt.“ Zunächst experimentell, später immer sicherer. Heute bezeichnet sie ihren Stil als „Mix Media“, setzt neben Acryl- und Ölfarbe auch schon mal Schellack, Beize, Marmormehl oder Unterbodenschutzspray ein. Die abstrakten Bilder bestechen zum Teil durch leuchtende Farben, gefallen harmonisch im Auge des Betrachters.

Etliche Ausstellungen hat sie bereits an ihrem Wohnort Metelen bestritten, andere gemeinsam mit ihren Künstlergruppen, wie die mit der Bezeichnung „050505“ aus Horstmar oder jene aus Münster. In Workshops sowie bei einer Kunstlehrerin holt sie sich immer wieder nicht nur neue Anregungen, sondern versucht auch, ihre Techniken weiter zu verbessern oder weitere auszuprobieren.

Mit Waltraud Kunkel, die sie in Worpswede kennengelernt hat, stellt Bernhild Wierich jetzt zum ersten Mal gemeinsam aus. „Wir haben bei den Kursen unsere Bilder immer gleichzeitig angefangen – und das Ergebnis hätte unterschiedlicher nicht sein können“, lacht die Metelenerin. Auch Kunkel ist Autodidaktin. Während ihre Bildformen allerdings oft eine klare Abgrenzung erfahren, sind es bei Wierich mitunter eher fließende Übergänge.

Ehemann Herbert, seit mehr als 40 Jahren begeisterter Hobbyfotograf und gleichzeitig ihr Berater, Kritiker und Transporteur, hat mit seiner Frau bereits die entsprechenden Exponate für die Ausstellungen herausgesucht. Es werden bunte, farbenfrohe Bilder für Freckenhorst sein. Passend zu dem Titel „Our colorful world“.

In Bad Rothenfelde steht die Präsentation unter dem Leitsatz „Fantasien in Farbe“. Da sind es herbstliche Töne in braun, gelb und grün.

Und das nächste Projekt ist ebenfalls schon geplant. In 2020 werden die Wierichs wieder eine gemeinsame Ausstellung bestreiten. Herbert Wierich zeigt in der Orangerie in der Essener Gruga eine Auswahl seiner Fotografien, seine Frau ergänzt diese bildnerischen Momentaufnahmen durch ihre eigenen Schaffenselemente. Ihren künstlerischen Kosmos weitet sie übrigens gerade aus: „Ich habe mit dem Porträtzeichnen angefangen“, erzählt sie. Erste Ergebnisse zieren bereits die häuslichen Wände. Ehemann, Sohn, dessen Freundin, auch Charlie Chaplin entstammen aus ihrer „Feder“. Man darf gespannt sein, wann die 69-Jährige sich damit erstmals den Augen der Öffentlichkeit stellt.

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