Vorbereitungen für Brücken-Neubau laufen
Brinckwirths Erbe: Tief klaffende Risse

Metelen -

Sie ist das Sorgenkind des Fachbereichs Bau- und Umweltdienste im Metelener Rathaus: die marode Brücke Brinckwirths

Dienstag, 20.08.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.08.2019, 15:48 Uhr
Nur noch im Schneckentempo und mit maximal 3,5 Tonnen Achslast darf die Brücke Brinckwirths Erbe derzeit befahren werden.
Nur noch im Schneckentempo und mit maximal 3,5 Tonnen Achslast darf die Brücke Brinckwirths Erbe derzeit befahren werden. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Lange geht das nicht mehr gut mit der Brücke über die Vechte, das ahnt selbst der Laie. Der Übergang Brinkwirths Erbe macht Angst und Bange, blickt man genauer hin. Und das bedeutet, hinunterzuschauen vom Bauwerk oder am besten gleich von Flusslevel aus einen Blick auf die Konstruktion werfen.

Die ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern weist mittlerweile tief klaffende Risse auf. „Wir haben es hier mit Ausspülungen zu tun. Die Flügelwände sind beschädigt und auch die Beton-Widerlager haben Risse“, erläutert vor Ort Frank Timmermeester. Er ist in der Gemeindeverwaltung Metelen zuständig für die Sanierung und den Neubau von Brücken. Und Brinckwirths Erbe ist in dem Sanierungsprogramm, das der Gemeinderat beschlossen hat, der mit Abstands dickste Brocken.

„Zu dem aktuellen Bauwerk gibt es keine Unterlagen mehr“, berichtet der Experte aus dem Fachbereich Bau- und Umweltdienste. Eine externe Analyse von Betonproben des Baukörpers hatte ergeben, dass auch die tragenden Elemente der Brücke Korrosion aufweisen.

Entsprechend war das Bauwerk bereits abgelastet worden. Nur noch im Schritttempo und mit einer Achslast von maximal 3,5 Tonnen darf die Brücke befahren werden.

Externer Sachverstand ist auch beim Neubau gefragt. Nicht nur, dass die Baukosten ermittelt werden müssen – bisher war stets von etwa einer halben Million Euro die Rede – auch eine Artenschutzprüfung muss erfolgen, bevor die Bauarbeiten beginnen können. Diese soll im September/Oktober erfolgen. Bis zum Jahresende könnte dann Klarheit herrschen über die Kosten.

Ein Parameter ist zuvor die Festlegung des Durchfluss-Querschnitts, der auch Hochwasser-Ereignisse berücksichtigen muss. Noch nicht aus dem Rennen ist dabei die Verwendung von Kastenprofilen, die in einem Betonwerk gegossen und dann vor Ort eingebaut werden. Doch auch eine klassische Konstruktion mit Trägern ist denkbar. Die Brücke soll jedenfalls mit Volllast befahren werden dürfen – auch von schwersten Lkw und Feuerwehrautos.

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