Energetische Sanierung vorgestellt
Startschuss für den Bauhof-Umbau

Metelen -

Konkrete Pläne für die Sanierung des Gemeindebauhofes unter energetischen Gesichtspunkten legte jetzt der Chef eines

Mittwoch, 04.09.2019, 06:00 Uhr
NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann (r.) überreichte den Förderbescheid über knapp 506 000 Euro als 80-prozentigen Zuschuss zur Sanierungsmaßnahme im Düsseldorfer Ministerium an Bürgermeister Gregor Krabbe und Klimaschutzmanager Simon Möser (l.).
NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann (r.) überreichte den Förderbescheid über knapp 506 000 Euro als 80-prozentigen Zuschuss zur Sanierungsmaßnahme im Düsseldorfer Ministerium an Bürgermeister Gregor Krabbe und Klimaschutzmanager Simon Möser (l.). Foto: MWIDE NRW,R. Sondermann

Das Aschenputtel unter den kommunalen Liegenschaften in Metelen wird herausgeputzt. Die Förderung für die Sanierung ist da, und am Montag stellte Ludger Feldhaus die Pläne für den Umbau vor. Der Architekt vom gleichnamigen Büro in Hörstel machte dabei deutlich, dass die energetische Sanierung dabei im Vordergrund steht.

Ursprünglich ging das Gebäude 1978 als Viehumschlagplatz in Betrieb, ehe es die Gemeinde für den Bauhof nutzte. Dass weder die Gebäudehülle noch das Dach und auch die Infrastruktur den zeitgemäßen energetischen Anforderungen entspricht, wurde im Vortrag von Feldhaus deutlich.

Das gesamte Dach wird deshalb erneuert. Wärmegedämmte Thermoelemente in Verbindung mit Lichtbauteilen werden aufgebracht. Die Fassade des Gebäudes bekommt ebenfalls Thermo-Beplankung. Bisher gibt es dort nur Standard-Wände, und auch die Fenster entsprechen längst nicht mehr dem Stand der Technik. „Wir beschäftigen uns vordringlich mit Fassade und Dach“, machte Feldhaus deutlich, doch plant er auch eine Neuaufteilung des Sozialtrakts für die Mitarbeiter. So werden die Umkleide- und Duschbereiche saniert, das Lager für die Schmierstoffe bekommt einen neuen Raum und das Büro wird im Rahmen der Neugestaltung der Fassade sogar ein wenig zum Hof hin vorgezogen – des besseren Überblicks halber.

Die beiden großen Werkstattbereiche (Schlosserei, Holzwerkstatt) ergänzt ein Lager. Dazwischen liegt die Maschinenhalle. Die Aufteilung bleibt also weitgehend so erhalten, wie auch bisher praktiziert.

Neu ist – neben der deutlich verbesserten Wärmedämmung – auch die Beheizung des Gebäudes. Sie soll über eine Holzhackschnitzel-Anlage erfolgen, deren abgedeckter Materialbunker sich auf der Hoffläche befindet. Diese wird klarer strukturiert, auch für die Anlieferung von Wertstoffen durch die Bürger in Schüttboxen. Hinzu kommt ein Waschplatz mit Ölabscheider für die Fahrzeuge des Bauhofs.

In einem ersten Schritt wird auch eine E-Bike-Ladestation eingerichtete. Weitere Angebote für Elektromobilität – die Gemeinde testete bereits E-Mobile für den Bauhof – könnten in einem zweiten Schritt erfolgen. „Photovoltaik ist ein wichtiges Element bei der Entwicklung des energieautarken Bauhofs“, erläuterte Klimaschutzmanager Simon Möser auf Nachfrage. In dieser ersten Marge werde das Projekt allerdings noch nicht angefasst. „Das wäre sonst eine nicht zulässige Doppelförderung“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Weßling.

Zum Zeitrahmen für das Projekt gab es noch keine konkreten Angaben. „Wir bauen ja im Bestand um“, verdeutlichte Weßling, dass der Bauhof auch während der Sanierungsphase funktionieren müsse.

Auf die Nachfrage aus den Reihen der Unionsfraktion, wie hoch denn das energetische Einsparpotenzial nach der Sanierung sein werde, erläuterte Architekt Feldhaus, dass er von bis zu 50 Prozent ausgehe. Bürgermeister Gregor Krabbe nannte dienen Einspareffekt von jährlich 36 Tonnen CO.

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