Offenes Angebot der evangelischen Gemeinde für Frauen
Diskussionsforum zu Lebensfragen

Metelen -

Er ist für alle offen, unabhängig von der Konfession, der neue Frauengesprächskreis im Gemeindehaus der evangelischen

Mittwoch, 11.09.2019, 06:00 Uhr
Die Runde trifft sich regelmäßig im Gemeindehaus an der Dankeskirche. Moderiert werden die Zusammenkünfte, die jeweils unter einem bestimmten Thema stehen, von Lisa Mahler (3.v.l.).
Die Runde trifft sich regelmäßig im Gemeindehaus an der Dankeskirche. Moderiert werden die Zusammenkünfte, die jeweils unter einem bestimmten Thema stehen, von Lisa Mahler (3.v.l.). Foto: Dorothee Zimmer

Bevor die überaus lebhafte Gesprächsrunde für Frauen am Montagabend im evangelischen Gemeindehaus zum Thema „Jeden Tag weniger ärgern“ startete, skizzierte Moderatorin Lisa Mahler die Intention dieser Veranstaltung, die künftig jeden zweiten Montag im Monat stattfinden soll. „Wir wollen ein Angebot schaffen, in dem Frauen aller Konfessionen über Lebensfragen und Herausforderungen des Alltags diskutieren können.“

Es stehe keinesfalls in Konkurrenz zur Frauenhilfe und richte sich „an alle Frauen, die mitten im Leben stehen“. Diese „spontane Initiative insbesondere von Metelener Frauen aus der evangelischen Gemeinde“ geht neben Mahler zurück auf Helga Drewes, Ute Dropmann und Annette Merker. Mahler, die viele Jahre in der Erwachsenenbildung arbeitete, jetzt im Ruhestand ist und seit zwei Jahren in Metelen wohnt, betrachtet den Austausch auch im Lichte eines aktiven Miteinanders: „Ich finde es wichtig, dass eine Gemeinde lebendig ist.“

Zu Beginn ermunterte sie die Frauen, über eigene ärgerliche Erfahrungen zu berichten. Da war die Rede von Mitmenschen, die sich selbst sehr wichtig nehmen, von der Familie, die die häusliche Arbeit der Frau und Mutter nicht genügend wertschätzt, von Unzuverlässigkeit und einem nicht nachlassen wollenden Ärger über einen Streit. „Der Streit beschäftigt mich sehr, er kreist ständig in meinen Gedanken, und deswegen ärgere ich mich schon über mich selbst“, meinte eine Teilnehmerin. Mahler erzählte ebenfalls ein Erlebnis, das sie als ärgerlich empfunden hatte, beurteilte ihre Reaktion im Nachhinein indes kritisch: „Meine Erwartungen waren wohl einfach zu hoch.“ Andere sagten: „Ich hab schon so viele Erfahrungen gemacht, mich ärgert gar nicht mehr so viel“ oder „Im Ruhestand werden die Irritationen weniger.“

Wie man mit Ärger umgehe, habe viel Einfluss auf die eigene Gesundheit und die Umgebung, in er man sich aufhalte, erläuterte Mahler. „Gefühle sind wirklich ansteckend.“ Sich niemals zu ärgern sei nur möglich, wenn man alle Menschen bedingungslos liebe. Realistischer sei dagegen, mehr Gelassenheit zu entwickeln, manchen Dingen ihren Lauf lassen, auch wenn sie nicht der eigenen Vorstellung entsprechen und sich „Gefühle mit heilbringender Wirkung“ zu eigen machen. Dankbarkeit und Liebe zum Beispiel sowie das Vermögen, anderen verzeihen zu können. Wichtig sei darüber hinaus: auch mal an sich selbst zu denken, eigene Wünsche zu formulieren und sich nicht ständig aus übermäßigem Pflichtgefühl hintanzustellen.

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