Infoabend zur Modernisierung von Gebäuden
Jedes Haus für sich betrachten

METELEN -

Langfristig hat sich die Gemeinde Metelen das Ziel gesetzt, den Ort autark mit regenerativen Energien zu versorgen. Ein

Freitag, 15.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 13:24 Uhr
Die Besucher der Veranstaltung nutzten die Gelegenheit, um auch Details nachzufragen.
Die Besucher der Veranstaltung nutzten die Gelegenheit, um auch Details nachzufragen. Foto: Norbert Hoppe

Wenn Häuser in die Jahre kommen, stellt sich für die Eigentümer schnell heraus, dass an den Gebäuden etwas getan werden muss, um den Wohnwert zu erhalten oder sogar noch zu verbessern. Da ist es lohnenswert, sich über Möglichkeiten der Energie- und Kosteneinsparung, Effizienz und Fördermöglichkeiten zu erkundigen. Daher bot die Gemeinde Metelen am Dienstag in Zusammenarbeit mit dem Kreis Steinfurt, dem Metelener Unternehmen Solar direct und Autargo aus Münster eine Informationsveranstaltung zu genau diesen Themen an.

Bürgermeister Gregor Krabbe wies auf die Vorbildfunktion der Gemeinde Metelen hin, die ein Klimaschutzkonzept mit 27 Einzelmaßnahmen entwickelt habe und das mit Hilfe des Klimaschutzmanagers Simon Möser innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden soll. „Langfristig wollen wir unseren Ort autark mit regenerativen Energien versorgen“, nannte Krabbe ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Gemeinde gesetzt habe. Mit Franz Wennemann, beauftragt vom Verein „Energieland 2050“, der vom Kreis Steinfurt initiiert wurde, stehe im Rahmen des Förderprojektes in den nächsten drei Jahren dauerhaft ein kompetenter Ansprechpartner und Kümmerer bereit, stellte Krabbe die kontinuierliche Beratung und Begleitung der Metelener vor.

Wennemann legte Wert auf die Feststellung, dass die Beratung kostenlos sei und in jedem Fall die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben gesucht werde.

Die ganze Technik, die Einsatzmöglichkeiten und die Verwendung von erneuerbaren Energien wie Erdwärmepumpen oder Photovoltaik, Energieeinsparung durch Wärmedämmung und Pelletheizungen erklärten Günther und Michael Bauksties von Solar direct und David Scholz von Autargo.

„Wenn Um- oder Anbauten an älteren Gebäuden notwendig werden, sollten diese Möglichkeiten unbedingt in Erwägung gezogen werden“, erklärte Bauksties den zahlreichen Interessenten, die in den Ausstellungsraum seines Unternehmens gekommen waren. Aber jedes Gebäude sei individuell zu betrachten, so seine Aussage. Deshalb empfahl er den Besitzern von Gebäuden, sich rechtzeitig über Kosten und Fördermöglichkeiten zu informieren.

Die staatliche Förderung vom Bund und der Kreditanstalt für Wiederaufbau sollte eine zusätzliche Motivation zur Umstellung auf alternative Energien sein, betonte David Scholz. „Zu bedenken ist auch, dass bei einer Erdwärmeheizung keine Brennwertkosten anfallen“, hob Scholz in seinem Beitrag hervor.

Neben der Kosteneinsparung sei auch der immense Komfortgewinn zu berücksichtigen, betonten alle Referenten an diesem Abend. Das gelte auch für direkte Ladestationen für die künftig stärker eingesetzten Elektroautos, so ein weiterer Aspekt, der den Zuhörern mit auf den Weg gegeben wurde.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7065116?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker