Digitales Rathaus
Rat fordert Professionalität

Metelen -

Einen professionellen Umgang mit dem Thema Datensicherheit forderten in der Sitzung des Gemeinderates die SPD- und die UWG-Fraktion. Anlass war der Beschluss, im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Gemeinde eine halbe Personalstelle neu einzurichten. Diese müsse zwingend mit einer Fachkraft besetzt werden, forderten die beiden Fraktionen. Die KAAW müsse mit ins Boot geholt werden.

Mittwoch, 11.12.2019, 06:00 Uhr
Den Datenschutz im Zeitalter zunehmender Digitalisierung im Rathaus ernst nehmen, war ein dringender Appell aus der SPD- und der UWG-Ratsfraktion an die Verwaltung.
Den Datenschutz im Zeitalter zunehmender Digitalisierung im Rathaus ernst nehmen, war ein dringender Appell aus der SPD- und der UWG-Ratsfraktion an die Verwaltung. Foto: dpa

Das digitale Rathaus ist nur noch eine Frage der Zeit. Dass es kommen wird, ist absehbar – spätestens seit der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr am Montagabend. Dort wurde über die Digitalisierungsstrategie der Gemeinde abschließend beraten.

Beschlossen wurde, den Stellenplan für das kommende Jahr um eine halbe Stelle zu erweitern. Diese Position soll ausschließlich für die Umsetzung digitaler Dienstleistungen in der Verwaltung zuständig sein und die Umsetzung des Prozesses begleiten.

Dass der Weg hin zu elektronischen Dienstleistungen für die Bürger notwendig ist, unterstrich Bürgermeister Gregor Krabbe: „Wir bekommen immer mehr Rahmenbedingungen, die wir erfüllen müssen.“ Diese waren zuletzt im Hauptausschuss von Marcus Egelkamp, dem Geschäftsführer der Kommunalen ADV-Anwendergemeinschaft West (KAAW) dargestellt worden (wir berichteten). Gesetzliche Bestimmungen zwingen die Kommune etwa, 90 Verfahren und Dienstleistungen bis Ende 2022 zur Verfügung zu stellen.

Andreas Sievert, Fraktionschef der Sozialdemokraten, führte mit Blick auf das Thema Datensicherheit ins Feld, dass beim Gemeindekassenverband Altenberge, in dem die Kommune Metelen Mitglied ist, Standards überprüft werden müssten. Ins gleiche Horn stieß auch Ansgar Stening von der UWG. Er riet dazu, diesen Zweckverband an die Hand zu nehmen und forderte dringend eine professionell ausgebildete Fachkraft für die halbe Stelle ein. Bürgermeister Krabbe führte aus, dass dies in Beratungen mit der KAAW organisiert werden solle – was von allen drei Fraktionen zustimmend begrüßt wurde. André Kersten erklärte, dass die halbe Stelle nur ein erster Schritt sei: „Es ist gut möglich, dass wir in ein paar Jahren nochmals im Zusammenhang mit der Umsetzung der Digitalstrategie hier drauf schauen müssen.“

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