ICA plant Umzug an neuen Standort Ende Januar
Individuelle Lacke ganz nach Kundenwunsch

Metelen -

Handwerker bestimmen derzeit noch das Bild auf der Baustelle des neuen Gebäudes von ICA Deutschland. Das Unternehmen plant für Ende Januar/Anfang Februar dem Umzug von Heek ins Gewerbegebiet Peddenfeld. Hier entstanden in den vergangenen Monaten nicht nur große Lagerflächen, sondern auch Platz für Maschinen, die Lacke ganz nach den Wünschen von Kunden anmischen.

Montag, 30.12.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 16:44 Uhr
Fast fertig sind der Rohbau und die Fassade des ICA-Neubaus. Auch die Außen- und Toranlagen stehen kurz vor der Fertigstellung.
Fast fertig sind der Rohbau und die Fassade des ICA-Neubaus. Auch die Außen- und Toranlagen stehen kurz vor der Fertigstellung. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Noch haben die Handwerker das Sagen, noch schallen Bohrhämmer, plärrt das Baustellenradio, stecken Elektriker vor Schaltschränken die Köpfe zusammen. Doch das Ende ist in Sicht. Ende Januar will ICA Deutschland das neue Gebäude im Industriegebiet Peddenfeld beziehen.

Nur noch knapp einen Monat Zeit also für die Arbeiter, denn jetzt erfolgt der Feinschliff. Kilometerweise Kabel durchziehen die großen Lagerhallen und auch den kleineren Fertigungsteil des Neubaus. ICA Deutschland, Tochter des gleichnamigen Farbenherstellers aus Italien, macht Metelen mit dem 3000 Quadratmeter großen Neubau zum Zentrum für den gesamten deutschsprachigen Raum – inklusive Dänemark.

Luca Pennesi ist der Geschäftsführer von ICA Deutschland und freut sich auf das neue Domizil. Am alten Standort in Heek sei man räumlich einfach zu eingeschränkt gewesen, erläutert der Manager beim Rundgang über die Baustelle. Drei wichtige Bereiche sind in der in den ICA-Farben blau und rot gehaltenen Halle unter einem Dach vereint. Da ist zum einen der Lagerbereich für die Farben und Lacke. Aktuell werden am Standort Heek etwa 150 Tonnen gelagert und angemischt. Für Metelen peilt ICA innerhalb einer Frist von drei Jahren eine Kapazität von 450 Tonnen an.

Dabei werden die Rohlacke nicht vor Ort hergestellt, sondern für die Kunden individuell konfektioniert. Küchenhersteller aus Ostwestfalen zählt ICA zu diesen Geschäftspartnern. „Es ist wichtig, auch nach Jahren noch exakt den richtigen Farbton anbieten zu können“, veranschaulicht Pennesi den Qualitätsanspruch, den ICA sich auch ISO-zertifizieren ließ.

Ein großer Lagerbereich für die Rohlacke und ein separates Lager für die auf Kundenwünsche gemischten Farben bilden den Kern des Gebäudes. Dazwischen befindet sich die Maschinenhalle, in der computergesteuert die Lacke angemischt werden. Ständige Kontrollen während dieses Produktionsprozesses gehören dazu, um gleichbleibende Qualität und Reproduzierbarkeit der Farbpalette nach RAL-Tönen oder auch einem eigenen ICA-Farbtableau zu gewährleisten.

Während im Rohbau bisher nur die Abluftkamine der Mischapparaturen sichtbar sind, prangen über dem Gebäude ganz markant drei großdimensionierte Abluftrohre. Sie stehen am Ende des komplexen Filter- und Abluftsystems des Produktionsbereichs.

Drittes Element, und mit teils großzügig geschnittenen Fensterfronten auch optisch freundlich gestaltet, ist der Büro- und Showroom-Trakt. ICA Deutschland wird künftig von Metelen aus nicht nur das heimische Geschäft, sondern auch die Benelux-Länder und zusätzlich Dänemark bedienen. Auch die Einbindung Österreichs ist angedacht. Im Showroom will ICA Deutschland das Leistungsspektrum des Unternehmens darstellen und gemeinsam mit Kunden Farbideen entwickeln.

15 Mitarbeiter werden nach dem Umzug Anfang Februar in dem neuen Gebäude arbeiten. Am aktuellen Standort in Heek sind es lediglich acht. Pennesi zeigte sich sehr zufrieden mit der Begleitung der Baumaßnahme durch die Gemeinde und den Kreis. Auf seiner Wunschliste stehe lediglich noch ein Hotel vor Ort. „Für unsere Kunden, die ja teils von weither anreisen.“

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