Marketingverein diskutierte über fehlende Hotelbetten und Cafés
Sehenswertes bekannter machen

Metelen -

Der Marketingverein „Wir sind Metelen“ hatte jetzt zu einem Workshop über mangelnde Hotelkapazitäten und fehlende

Dienstag, 21.01.2020, 06:00 Uhr
Foto mit Symbolcharakter: Im Ort fehlen seit dem Abriss des Hotels Brink im Vorjahr nicht nur Hotelbetten, auch mangelt es – abgesehen von Bäckereicafés und dem teils sonntäglich geöffneten Ackerbürgerhaus – an Cafés.
Foto mit Symbolcharakter: Im Ort fehlen seit dem Abriss des Hotels Brink im Vorjahr nicht nur Hotelbetten, auch mangelt es – abgesehen von Bäckereicafés und dem teils sonntäglich geöffneten Ackerbürgerhaus – an Cafés.

Ehrenamtliches Engagement von Unternehmen, Institutionen, Vereinen und Bürgern sind das Kennzeichen des Marketingvereins „Wir sind Metelen“. „Das ganze Dorf ist dazu aufgerufen, miteinander aktuelle gesellschaftspolitische Fragen auf lokaler Ebene zu lösen“, formuliert der Vorsitzende des noch jungen Vereins, Patrick Wigger, die selbst gestellte Aufgabe, in Metelen Gemeinschaftsinteresse zu entwickeln und zu fördern.

Am Samstag stand bei einem Informations- und Gesprächsnachmittag im Alten Amtshaus die Frage im Mittelpunkt des Interesses, wie im Vechtestädtchen zusätzliche Hotelbetten und Cafémöglichkeiten geschaffen werden können, um auch für Touristen und Tagesgäste attraktive Angebote machen zu können.

„Wir sind nicht das Allgäu oder haben die Ostsee“, hieß es in der Diskussion, aber ein attraktiver Standort sei Metelen allemal. Allerdings sei das Angebot der Übernachtungsmöglichkeiten sehr bescheiden. Es fehle im Ortskern ein Hotel, das eine größere Nachfrage generieren könne, so die Überzeugung der meisten Diskussionsteilnehmer.

Bislang führten Anfragen bei der Suche nach Unterkünften in Internetportalen immer zu Hotels und Pensionen in Nachbarorten wie Ochtrup, Steinfurt, Heek oder Schöppingen. Daher sollte zusätzlich auch auf das Angebot von Ferienwohnungen hingewiesen werden.

Ebenso möchte der Verein auf Dauer die Aufenthaltsqualität in Metelen verbessern. Erste Projekte wie das Frühlingsfest oder der Arbeitseinsatz für eine Minigolfanlage seien seit Bestehen des Vereins bereits entwickelt worden, informierte Wigger. Mit der Umgestaltung des Gebietes rund um den Sendplatz mit Grünpflanzen und Büschen, Tischen und Bänken und vielleicht einem Schachspiel mit großen Figuren, kamen schon erste Ideen auf den Tisch. „Für viele Radtouristen ist ein Café immer eine willkommene Gelegenheit für eine Pause“, hieß es am Samstag. Außerdem habe Metelen eine ganze Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten, waren die Anwesenden überzeugt.

Nicht abfinden will sich der Verein mit den vielen Leerständen im Ortskern. „Wir haben uns ja fast daran gewöhnt, dass nicht genutzte Geschäfte zum normalen Bild gehören“, hieß es bedauernd aus dem Gesprächskreis. Wünschenswerte Ansiedlungen seien zum Beispiel ein Optiker oder ein Sanitätshaus.

Abschließend nahm sich der Arbeitskreis vor, eine Bedarfsanalyse zu erstellen, die Sehenswürdigkeiten herauszustellen, ein Konzept zur Entwicklung der Ortsmitte zu entwickeln und die Vernetzung mit anderen Orten in Angriff zu nehmen.

Ausdrücklich lud der Marketingverein alle Interessierten zur Mitarbeit in den Projektgruppen und bei Workshops ein. Bürgermeister Gregor Krabbe sagte für die Gemeinde zu, gute Rahmenbedingungen zu schaffen und „Wir sind Metelen“ nach Kräften zu unterstützen.

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