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Brinckwirths Erbe: Brücke ist zu teuer

Metelen -

Gut 360 000 Euro sollte der Neubau der Brücke Brinckwirths Erbe kosten, die dann eine Nutzlast von 16 Tonnen tragen

Donnerstag, 23.01.2020, 06:00 Uhr
16 Tonnen Maximallast und dafür über 360 000 Euro geschätzte Baukosten – das ist Metelens Kommunalpolitikern zu teuer. Jetzt soll die Verwaltung Alternativen für die Brücke entwickeln.
16 Tonnen Maximallast und dafür über 360 000 Euro geschätzte Baukosten – das ist Metelens Kommunalpolitikern zu teuer. Jetzt soll die Verwaltung Alternativen für die Brücke entwickeln. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Der Neubau der maroden Brücke Brinck­wirths Erbe in der bisher diskutierten Bauweise steht in den Sternen. In einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Hauptausschuss waren im Rahmen der Haushaltsberatungen Absetzbewegungen der Fraktionen deutlich geworden.

Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte in einem Änderungsantrag zum Etat 2020 zunächst die Kostensteigerung für das Bauwerk in seiner geplanten Form mit einer Traglast von 16 Tonnen angeführt. Ein beauftragtes Ingenieurbüro hatte zuletzt 362 000 Euro für den Neubau berechnet. „Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche kostengünstige Alternativen zum Ersatzneubau zu prüfen“, heißt es im Antrag der Union und auch, dass die Anwohner aus dem Umfeld der Brücke in diesen Prozess einzubeziehen seien.

Auch für die UWG ist mit der Kostensteigerung die „Schmerzgrenze“ erreicht, die sie dazu gezwungen habe, ihren Standpunkt zu überdenken. Die Sanierung in der bisher diskutierten Bauweise könne nur der letztmögliche Weg sein. Die Verwaltung soll daher Alternativen prüfen. Dietmar Deitermann ergänzte für die UWG, dass die Politik in der Verantwortung stehe und verwies auf mögliche Anforderungen für das Rettungswesen.

Seitens der Verwaltung wurden die Anträge begrüßt. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres sollen Ergebnisse der Prüfung der Politik vorgelegt werden. Bauamtsleiter Stefan Weßling ließt aber bereits vorsichtig durchblicken, dass es „nicht so viele Möglichkeiten“ gebe.

Auch die Sozialdemokraten, die zur Brücke keinen Änderungsantrag eingebracht hatten, votierten in der Abstimmung für eine Überprüfung der bisherigen Planung.

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