Konzert mit dem „Chörchen“, Panflöte und Orgel
Gesänge aus dem Graduale

Metelen -

Ein eindrucksvolles Konzert mit Musik, die unter anderem aus dem Graduale des früheren Stifts stammte, gaben das

Dienstag, 28.01.2020, 06:00 Uhr
Neben Organist Sergey Myasoedov und Panflötist Matthias Schlubeck war das „Chörchen“ mit (v.l.) Brigitte Schmitter-Wallenhorst (Sopran), Sigrid Treichel (Alt), Bernd Rösemeier (Tenor) und Friedrich Gregory (Bass-Bariton) zu hören.
Neben Organist Sergey Myasoedov und Panflötist Matthias Schlubeck war das „Chörchen“ mit (v.l.) Brigitte Schmitter-Wallenhorst (Sopran), Sigrid Treichel (Alt), Bernd Rösemeier (Tenor) und Friedrich Gregory (Bass-Bariton) zu hören. Foto: Martin Fahlbusch

Das bemerkenswerte Konzert in der stimmungsvoll gestalteten Metelener Stiftspfarrkirche hat vielen Zuhörern in mehrfacher Hinsicht „ein Licht aufgehen lassen“.

Zum einen war da die Entdeckung, wie viele hoch interessante Renaissance-Gesänge im sogenannten Metelener Graduale, dem Ende der 1990er Jahre aufwendig restaurierten Buchband des örtlichen Stifts, zu finden sind. Zum anderen die Erkenntnis, wie anrührend diese für die Zuhörer sein können, wenn sie so zart und konzentriert vorgetragen werden wie vom „Chörchen“.

Kerzenschein und Flötenklänge

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  • Foto: Martin Fahlbusch
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Die Kulturinitiative Metelen (KIM) um Jockel Fontaine hatte das Fest Mariä Himmelfahrt und den Anschluss des Metelner Damenstifts an die Initiative Klosterlandschaften Westfalen-Lippe, die der Landschaftsverband vor Jahren angestoßen hatte, für einen Konzerttermin in der Stiftskirche genutzt.

Brigitte Schmitter-Wallenhorst (Sopran), Sigrid Treichel (Alt), Bernd Rösemeier (Tenor) und Friedrich Gregory (Bass-Bariton) führten drei der liturgischen Gesänge aus dem Graduale engagiert vor. Diese überschaubare Besetzung lässt die einzelnen Stimmlagen und ihre Anteile am musikalischen Gesamteindruck besonders ohrenfällig und entsprechend Sinne transparent werden. Damit das gelingt, erfordert das Probenfleiß, Stimmsicherheit, aber auch das konzentrierte Hinhören auf die Mitsänger – so wie beim „Chörchen“.

An diesen besonderen Chorgesang fügte sich auf wohltuende Weise die Sonate F-Dur TW 41:F2 von George Philippe Telemann an – hier dargeboten als Duett von Panflöte und Orgel. Dem versierten, vielfach ausgebildeten und mit einem Hochschulabschluss auf seinem Instrument versehenen Matthias Schlubeck gelang es, in feiner Abstimmung mit dem Organisten Sergey Myasoedov dieses Instrument aus dem „Ghetto von Straßenmusik“ zu befreien. So präsentierte er ein variantenreiches Konzertinstrument, auf dem der in Wuppertal geborene Matthias Schlubeck bemerkenswerte Fähigkeiten besitzt. Sehr gewinnend erläuterte er sein Instrument und bewies durch eigene Improvisationen und die Auswahl der Werke, welch breites Spektrum dieses Instrument musikalisch eigenständig abdecken kann. Er gab seinem Mitstreiter aber auch mehrfach Gelegenheit, dessen einfühlsames und bestechendes Orgelspiel in verschiedenen Solostücken – wie beispielsweise zwei Choralvorspielen von Johann Sebastian Bach – eindrucksvoll zu präsentieren.Die Kirche war gut gefüllt und die Zuhörer höchst angetan, mit der vorgestellten Musik „ihr Licht zu finden. Mit dem Segenschoral „Gott b‘hüte dich“ beschloss das „Chörchen“ ausgesprochen lohnende und eindrucksvolle Zeit in der Metelener Stiftskirche.

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