Kerstin Enning referierte
Hypnotherapie: Meditation ins Innenleben

Metelen -

Die Ochtruper Heilpraktikerin Kerstin Enning referiert von Zeit zu Zeit im Buch- und Schreibwarengeschäft von Monika

Freitag, 07.02.2020, 06:00 Uhr
Kerstin Enning (r.) referiert von Zeit zu Zeit im Buch- und Schreibwarengeschäft von Moni Ewering-Oskamp über Themen aus dem Bereich der Naturheilkunde. Beim letzten Mal stand die Hypnotherapie im Mittelpunkt.
Kerstin Enning (r.) referiert von Zeit zu Zeit im Buch- und Schreibwarengeschäft von Moni Ewering-Oskamp über Themen aus dem Bereich der Naturheilkunde. Beim letzten Mal stand die Hypnotherapie im Mittelpunkt. Foto: Dorothee Zimmer

Die Besucher, – allesamt weiblich und in ihrer Zahl durchaus überschaubar – die sich für die angekündigten Ausführungen über Hypno-Therapie interessieren, sitzen nach Ladenschluss im Buch- und Schreibwarengeschäft Ewering im Kreis zusammen. Es herrscht eine angenehm entspannte Atmosphäre, die ungeteilte Aufmerksamkeit gilt Referentin Kerstin Enning, Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Ochtrup. Aus dem weiten Feld ihrer Arbeit hat sie für eine ein besonderes Faible: „Mein Steckenpferd ist die Hypnose.“ Sie nennt es ihr „Enning-Spezial“.

Nun meint sie nicht diese Vorstellung, die das Wort vielleicht spontan assoziiert und die Moni Ewering-Oskamp auf den Punkt bringt: „Es entsteht ja manchmal der Eindruck, der zu Hypnotisierende zählt von zehn rückwärts, fällt dann in einen Tiefschlaf, der ihn weitgehend willenlos macht und am Ende wird er von einem kleinen Fingerschnipsen wieder wach.“

Das sei Show ohne jeden heilenden Ansatz, erklärt Enning. Heilpraktiker wendeten eine therapeutische Hypnose an. „Sie ist vergleichbar mit einer Meditation ins Innenleben, bei der aufgestaute Gefühle an die Oberfläche kommen. Im Prinzip ist es eine Kontaktaufnahme mit dem Unterbewusstsein.“

Enning betont mehrfach den positiven Effekt, der einem Befreiungsschlag gleichen könne, wenn es denn gelingt, verborgene Emotionen freizulegen. Ihre eigene Aufgabe, sagt sie, ist es, diesen Prozess zu unterstützen, heilen im eigentlichen Sinne könne sich nur der Patient selbst. Hypnotherapie finde in etlichen Bereichen Anwendung, etwa bei Depressionen, Süchten, Ängsten, Phobien und vielem mehr, womit ein Mensch sich plagt. Körperliche Beschwerden als Ausdruck seien in diesem Zusammenhang gar nicht selten. „Wenn man auf die Seele nicht hört, meldet sich der Körper.“

Eine Hypnotherapie kann überhaupt nur dann erfolgreich sein, wenn es menschlich passt: „Die Chemie zwischen Therapeut und Patient muss stimmen. Und Chef in diesem Verhältnis ist der Patient.“ Um ins Innere vorzudringen, setzt Enning zuweilen auf optische und akustische Reize. Sie sollen den Verstand beschäftigen, der ansonsten beim Denken und Handeln sofort und ungefragt genau das als Leitmotiv empfiehlt, was gewohnte Verhaltensmuster und vergangene Erfahrungen ihn gelehrt haben.

Solange er also abgelenkt ist, „gibt es einen Weg an ihm vorbei in die Gefühlswelt“. Wie beim Zwiebelprinzip werde dort Schale für Schale freigelegt, ganz ohne Druck, aber möglicherweise mit einem nachhaltigen Ergebnis: „Die beste Version seiner selbst erhält man durch die Entladung aufgestauter Gefühle.“

Zum Thema

Die Reihe wird fortgesetzt: Am 5. März (Donnerstag) ist Kerstin Enning um 19 Uhr mit einem Anti-Stress-Entspannungsabend wiederum zu Gast bei Buch und Schreibwaren Ewering, Schilden.

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