Zu Besuch in der Bastelstube des Montagstreffs
Mit Liebe zum Detail selbst gemacht

Metelen -

Seit 13 Jahren backen sie in ihrer Freizeit Brote, kochen leckere Marmeladen, basteln jahreszeitliche Dekoartikel. Die

neun Frauen des Montagstreffs sind emsig zu Gunsten der Kinderkrebshilfe Münster. Dass in der fröhlichen Runde auch

das gesellige Beisammensein nicht zu kurz kommt, zeigte ein Besuch auf dem Hof Stauvermann, wo für die Aktion der

Gruppe beim Ochtruper Frühlingsfest gebastelt wurde.

Freitag, 06.03.2020, 17:08 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 15:36 Uhr
Die Bastelrunde des Montagstreffs mit (v.l.) Elisabeth Stauvermann, Martina Edler, Ida Homann, Magdalene Alteepping, Ulla Feldhaus und Martha Bußmann. Beim Fototermin fehlen Margarete Focke, Rita Hösing und Maria Klockenkemper.
Die Bastelrunde des Montagstreffs mit (v.l.) Elisabeth Stauvermann, Martina Edler, Ida Homann, Magdalene Alteepping, Ulla Feldhaus und Martha Bußmann. Beim Fototermin fehlen Margarete Focke, Rita Hösing und Maria Klockenkemper. Foto: Dorothee Zimmer

Die kleinen Tierchen aus Wolle fühlen sich gut an, warm, weich und flauschig liegen sie in der Hand, und mit den Knopfaugen, den beweglichen Schlappohren und den Schnurbarthaaren verströmen sie sogar reichlich Charme. Sie sind Teil der österlichen Deko-Artikel, die die Frauen der Gruppe Montagstreff in den vergangenen Wochen gebastelt haben. Diese werden sie zusammen mit weiteren „Nice-to-have-Osteraccessoires“ am morgigen Sonntag beim Ochtruper Frühlingsfest zum Verkauf anbieten.

„Made with love“ könnte draufstehen, und das wäre gewiss nicht übertrieben. Die Runde denkt bei ihrem Treffen in der guten Stube bei Elisabeth Stauvermann mit etwas Wehmut an die bevorstehende Trennung von den Plüschtierchen. „Wir haben sie schließlich mit der Hand aufgezogen“, erzählen sie schmunzelnd von der engen Bindung, was man auch als Hinweis auf die manuelle Anfertigung verstehen kann. Ida Homann sagt: „Manche Dinge geben wir noch nicht mal so gerne ab.“ Andere nicken.

Letztlich aber wäre ein guter Absatz ohne Frage ganz im Sinne aller Montagstreff-Frauen. Denn jeden Euro, den sie durch den Verkauf von Dekosachen oder auch Brot und Marmeladen aus eigener Herstellung auf verschiedenen Märkten erlösen, spenden sie der Kinderkrebshilfe in Münster. Dafür opfern die insgesamt neun Frauen seit 13 Jahren viele Stunden ihrer Freizeit. Allen liegt das Projekt am Herzen. „Wir möchten für die Betroffenen etwas Gutes tun“, fasst Elisabeth Stauvermann die Motivation zusammen. Martha Bußmann erklärt: „Es hat auch mit Dankbarkeit zu tun, dass die eigene Familie dieses Schicksal nicht erleiden muss.“

1100 Euro standen seinerzeit auf dem ersten Scheck. „Was haben wir uns damals gefreut“, erinnern sich die Frauen so genau daran, als sei es gestern gewesen. Mit den Jahren steigerte sich der Erlös, dreimal in Folge lag er sogar bei 12 000 Euro, im vergangenen Jahr kamen 9 000 Euro zusammen. Entwickelt man mit der Zeit einen gewissen Ehrgeiz, die vorangegangene Summe toppen zu wollen? „Nein, eigentlich nicht. Irgendwann geht es auch nicht immer nur weiter nach oben. Wir nehmen es, wie’s kommt.“

Praktisch und ohne viel Gedöns handelnd, das ist eine bemerkenswerte Eigenschaft der Gruppe. So kommt etwa auf die Frage, ob es ein Ablaufdatum für die Gruppe gibt, auch keine druckbare Antwort, sondern nur so viel: „So lange wir alle fit sind und Lust haben, ist ein Ende nicht absehbar.“

Im März und April stehen neben Ochtrup noch die Beteiligung an den Frühjahrsmärkten in Neuenkirchen (5. April) sowie in Metelen (26. April) auf dem Programm. Brot- und Marmeladenverkauf gibt es zwischendurch immer mal wieder. Im Sommer macht der Montagstreff Pause. Bis zum Fettmarkt. Dann legen die Frauen im Dienst der guten Sache gemeinsam wieder los.

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