Kinderkleiderbörse
Schnäppchenjagd in guter Stube

Metelen -

Die Kinderkleiderbörse in Metelen machte am Samstag ihrem Ruf, eine überaus beliebte Anlaufstelle für Second-Hand-Kleidung zu sein, einmal mehr ganze Ehre. Zehn Kassen hatte das Organisationsteam um 15 Frauen im Bürgerhaus aufgebaut. Die Auswirkungen des Corona-Virus waren teilweise zu spüren.

Sonntag, 08.03.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 14:22 Uhr
Kundin Jessica Schmitz aus Ochtrup (r.) leert an der Kasse ihre Einkaufstüte, Tanja Schrade vom Team der Kinderkleiderbörse rechnet daraufhin die Summe zusammen.
Kundin Jessica Schmitz aus Ochtrup (r.) leert an der Kasse ihre Einkaufstüte, Tanja Schrade vom Team der Kinderkleiderbörse rechnet daraufhin die Summe zusammen. Foto: Dorothee Zimmer

Jessica Schmitz besucht am Samstag mit der fast neunjährigen Tochter Finja die Kinderkleiderbörse. Die Ochtruperin ist fündig geworden, nichts anderes hat sie erwartet, denn sie kennt diese Aktion der Kolpingfamilie. Sie stöbere gern in dem großen Angebot, das jeweils im Frühjahr und im Herbst im Bürgerhaus reichlich Auswahl an Kleidung, Spielzeug und diversen Artikel rund ums Kind biete, sagt die Mutter von Finja und eines Dreijährigen.

Jetzt steht sie an eine der Kassen und kippt den Inhalt der rosafarbenen Tasche auf den Tisch. Vorwiegend sind es Sachen zum Anziehen für den Jüngsten. „Beim Spielen draußen oder auch im Kindergarten ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn man ein paar Extra-Garnituren im Schrank hat“, schätzt die Besucherin die preiswerte und gleichwohl gut erhaltene Second-Hand-Ware.

Tolle Atmosphäre

Dass sie die „KiKlBö“ in Metelen immer gern besucht, hat neben der Vielfalt einen weiteren Grund: „Die Frauen vom Team hier sind alle super nett.“ Tanja Schrade ist eine aus diesem festen Stamm aus rund 15 Frauen. Gerade notiert sie konzentriert die an den Einkäufen befindlichen Nummern und Preise und rechnet die Gesamtsumme aus. Die Anerkennung lässt sie indes lächelnd aufblicken: „Das freut uns aber sehr.“

Finja hat sich zudem einen Globus ausgesucht, den man mittels eines Steckers zum Leuchten bringen kann. „Das funktioniert, das hab ich gerade schon ausprobiert.“ Der Bruder bekommt ein Puzzle.

Im Vorfeld habe es Überlegungen gegeben, die Börse wegen des Corona-Virus ausfallen zu lassen, erzählen Linda Deitermann und Tanja Schrade am Rande. In Wettringen hätten sich die Durchführenden dazu entschieden. Die Vermutung, dass weniger Besucher ins Bürgerhaus kommen könnten als sonst, sei zwar weitgehend unbegründet, aber gleichwohl spürbar gewesen. Das Engagement der Frauen für die Börse litt darunter nicht. Sie wurden bei ihrem Einsatz von mehreren örtlichen Firmen unterstützt.

Erlös wird gespendet

Der Erlös der Börse wird unter den vier Kindergärten, dem Förderkreis St.-Vitus-Schule, dem Kolping-Mädchenlager und dem Marketingverein „Wir sind Metelen“ aufgeteilt. Das Team sucht noch Verstärkung, Interessierte können sich bei Tanja Schrade unter Telefon 01 52/34 11 96 43 melden.

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