Corona: Bürgermeister im Kreis Steinfurt empfehlen verlängerte Sicherheitsmaßnahmen
Mai-Termine und Schützenfeste stehen auf der Kippe

Ochtrup/Metelen -

Die Corona-Krise zieht weitere Kreise. Eine Erweiterung der Sicherheitsbestimmungen in den Mai hinein steht nun zur Debatte. Die Bürgermeister im Kreis Steinfurt empfehlen, für den Wonnemonat keine Planungen anzustellen. Auch die Schützenfeste in diesem Jahr stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Donnerstag, 02.04.2020, 20:01 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 20:10 Uhr

Die Bürgermeister im Kreis Steinfurt rechnen damit, dass auch im Mai öffentliche Veranstaltungen abgesagt werden. Das geht aus einem Video-Statement der Mettinger Verwaltungschefin Christina Rählmann hervor, das sie auf ihren Kanälen in den sozialen Medien veröffentlicht hat.

Dies sei ein Ergebnis aus der Kreiskonferenz mit ihren Amtskollegen. Ochtrups Bürgermeister Kai Hutzenlaub betont auf Anfrage unserer Redaktion, dass noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden sei, sondern es sich zunächst um Empfehlungen an die Bürger handelt.

„Die Lage ist zu sehr in Bewegung, um bereits jetzt definitive Aussagen zu treffen“, sagt Hutzenlaub. Das hätten die Ereignisse in den vergangenen zwei, drei Wochen gezeigt.

Kein Schützenfest 2020?

Ferner stehe auch die Durchführung der Schützenfeste in diesem Jahr auf der Kippe. „2020 wird es wohl keine Schützenfeste bei uns im Kreis Steinfurt geben“, sagt Christina Rählmann. Auch hier gebe es noch keine offizielle Absage seitens der Stadt Ochtrup, so Hutzenlaub: „Wir empfehlen, nicht zu planen. Die meisten Menschen schätzen die Situation realistisch ein. Wir setzen auf Einsicht anstatt auf Verbote.“

So sieht es auch Metelens Bürgermeister Gregor Krabbe: „Die einhellige Empfehlung lautet, im Mai auf öffentliche Großveranstaltungen zu verzichten. Wir müssen sehen, wie sich die Lage nach Ostern entwickelt.“ Eine Entscheidung, dieses Jahr alle Schützenfeste abzusagen, sei noch zu treffen. Es gehe darum, abzuwägen und vor allem die Bevölkerung zu schützen. Der 30. April soll auch nicht als feste Grenze angesehen werden, nach deren Ablauf der Alltag wieder wie vor der Corona-Krise funktioniert.

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