Aktionen des Ehepaares Wierich
Kunst als ein Zeichen der Hoffnung

Metelen -

An der Aktion „Kunst als Hoffnung“ beteiligt sich auch das Metelener Ehepaar Wierich. Vor der Haustür der beiden werden

seit Tagen sowohl ein Bild von Bernhild Wierich als auch eine Fotografie von Herbert Wierich gezeigt. Mit der Freiluft-

Aktion wollen sie in den Zeiten, in denen Galerien geschlossen sind und Ausstellungen nicht stattfinden können, ein

Zeichen für die Kunst und für Hoffnung setzen.

Mittwoch, 08.04.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 16:50 Uhr
Kunst vor der Haustür: Bernhild Wierich beteiligt sich mit einem informellen Bild in Grüntönen an der Aktion „Kunst als Hoffnung“, ihr Mann Herbert stellt die Welt symbolisch in einer Glaskugel fotografisch auf den Kopf.
Kunst vor der Haustür: Bernhild Wierich beteiligt sich mit einem informellen Bild in Grüntönen an der Aktion „Kunst als Hoffnung“, ihr Mann Herbert stellt die Welt symbolisch in einer Glaskugel fotografisch auf den Kopf. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es sind Zeichen der Hoffnung aus Künstlerhand: Bilder und Fotografien, die sich nach einer Initiative der Horstmarerin Marlies Döking im Kreisgebiet und auch darüber hinaus im öffentlichen Raum finden. Künstlerkollegen schlossen sich der Idee Dökings an – so auch die Eheleute Wierich.

Die beiden Metelener gehören, wie auch die Initiatorin, zur Künstlergruppe „Horstmar 050505“ und waren von der Aktion gleich begeistert. „Wir wollen ebenfalls den Menschen, die hier an unserem Haus vorbeikommen ein Zeichen der Hoffnung geben und ihnen etwas Schönes zeigen“, erläuterte Herbert Wierich die Intention.

Vor der Haustür stehen seither zwei Staffeleien, auf denen ein Bild und eine Fotografie zu sehen sind – immer während der Tagesstunden vor dem Haus Gronauer Straße 43a. „Auf die Aktion sind wir sofort aufgesprungen“, berichtet Bernhild Wierich. Jüngst fertiggestellt hatte sie ein informelles Bild in unterschiedlichen Grüntönen, dreidimensional gearbeitet durch den Einsatz von Stoff und Spachtelmasse, aber auch unter Verwendung von Holzbeize, Acrylfarben und Schellack. Das Werk inspirierte die befreundete Lyrikerin Barbara Gaux zu diesen Versen:

Herbert Wierichs Beitrag zur Aktion nimmt bewusst Bezug auf die Krise, die die Welt förmlich auf den Kopf stellt. Eine Glaskugel diente ihm dafür als Motiv. Im Burgsteinfurter Kreislehrgarten fotografierte er den optischen Effekt der Umkehrung der Realität: oben wird unten, rechts zu links. „Es gab schon Spaziergänger, die geklingelt haben und das Foto kaufen wollten“, freut sich der Fotograf über das Interesse an dem großformatigen Abzug. Dieser soll aber bis zur Aufhebung der Beschränkungen Teil der Mini-Ausstellung unter freiem Himmel bleiben und danach für einen guten Zweck verkauft werden.

Die Folgen der Coronakrise trafen übrigens auch das Künstlerehepaar. Abgesagt wurde etwa in letzter Minute die „Hanse Art“ in Lübeck. „Wir waren schon angereist, als am Abend die Absage kam“, berichtet Bernhild Wierich – und auch von der Ausstellung in der Bücherei Ochtrup, die nun ebenfalls nicht stattfinden kann. Noch in den Sternen steht der Beitrag der Wierichs für eine Ausstellung in der Orangerie der Essener Gruga. Doch die beiden Metelener Künstler geben nicht auf. Bernhild Wierich hat sich jetzt für die „Art Kamen“ beworben – die ist erst im Oktober.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7361137?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker