Geld wurde an vier Vereine vergeben
Förderung für Kulturprojekte

Metelen -

Erstmals hatte die Kommune im Vorjahr einen durch einen Wettbewerb gestützten Fördertopf für kulturelle Projekte aufgelegt. Vier Vereine, die nun Fördersummen von 250 beziehungsweise 500 Euro erhielten, profitierten davon. Deutlich wurde dabei auch, dass keiner der vier Vereine die Kriterien des Wettbewerbs voll erfüllt hatte. Deshalb waren auch nur 1500 von ausgelobten 2700 Euro ausgeschüttet worden.

Samstag, 16.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 14:20 Uhr
Fabian Fehlker (l.), Clara Beutler und Christian Ernsting (r.) nahmen kleine Präsente, vor allem aber die Fördersummen der Gemeinde Metelen für kulturelle Projekte im Amtsgarten von Bürgermeister Gregor Krabbe entgegen.
Fabian Fehlker (l.), Clara Beutler und Christian Ernsting (r.) nahmen kleine Präsente, vor allem aber die Fördersummen der Gemeinde Metelen für kulturelle Projekte im Amtsgarten von Bürgermeister Gregor Krabbe entgegen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es war eine Initiative der örtlichen Sozialdemokraten, die den Anstoß für eine Projektförderung von Aktivitäten im Kulturbereich durch die Gemeinde gab. 2700 Euro waren dafür im ersten Jahr der Vergabe – das war 2019 – ausgelobt worden. Vier Vereine profitierten nun mit ihren eingereichten Projekten davon. Doch nur 1500 Euro aus dem Topf wurden ausgeschüttet. Grund war, dass keiner der Anträge die Vergabekriterien in Gänze erfüllt hatte.

Dennoch: Das Blasorchester Metelen bekam für sein Projektorchester 500 Euro Förderung, die KIM für das Kunstcafé 500 Euro und der Heimatverein sowie der Marketingverein „Wir sind Metelen“ jeweils 250 Euro. Bürgermeister Gregor Krabbe nutzte jetzt eine kleine Zusammenkunft von Vertretern dieser Vereine, um ihnen für die Aktivitäten zu danken, gleichzeitig aber auch anzuregen, sich erneut in diesem Jahr mit neuen Ideen zu bewerben. Die Förderung sei auch in 2020 möglich. Krabbe verwies darauf, dass diesmal auch mehr Zeit für die Vorbereitung zur Verfügung stehe als bei der Premiere, als die kulturtreibenden Vereine und Verbände nur acht Wochen hatten.

Das Blasorchester, das durch Fabian Fehlker aus dem Organisationsteam des Projektorchesters vertreten war, leidet derzeit stark unter den Corona-Vorschriften. Außer einem Gartenkonzert mit viel Abstand zwischen den Musikern vor dem St.-Ida-Haus ruht derzeit die Probenarbeit. Und auch die Vorbereitungen für das nächste Projektorchester köcheln auf Sparflamme. „Eigentlich wäre jetzt der Zeitpunkt, um Nachwuchsdirigenten anzusprechen“, berichtete Fabian Fehlker.

Bei der Kulturinitiative Metelen (KIM) sind ebenfalls die Veranstaltungen abgesagt worden (wir berichteten). Auch das Kunstcafé-Projekt, mit dem sich die KIM um den Fördertopf der Gemeinde beworben hatte, ist aktuell ausgesetzt. Hier trafen sich regelmäßig vor allem ältere Semester, um ihrer künstlerischen Ader unter Anleitung von Sabine Swoboda freien Lauf zu lassen. Clara Beutler, Vorsitzende der KIM, hofft, dass sich Wege finden lassen, um auch unter den Vorgaben der Corona-Regelungen weiter miteinander in Kontakt zu bleiben.

Die Marketing-Aktivitäten von „Wir sind Metelen“ leiden ebenfalls unter den Folgen der Pandemie-Beschränkungen. So musste etwa das Frühlingsfest ausfallen. Dennoch haben die Mitarbeiter des Vereins noch Pfeile im Köcher, arbeiten aktuell an einem digitalen Metelen-Gutschein, warten auf die noch ausstehende Genehmigung des Minigolf-Projektes und haben auch die Beschilderung des Wallwegs weiter im Auge, wie Christian Ernst ausführte.

Gänzlich heruntergefahren hat der Heimatverein seine Aktivitäten. Bernhard Iking, der bei dem Termin nicht vor Ort war, erläuterte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass der Verein auf Hinweise aus dem Rathaus wartet, die aufzeigen, unter welchen Rahmenbedingungen das Vereinsleben wieder in Schwung kommen könnte.

Bürgermeister Gregor Krabbe hofft, dass künftig mit der Förderung der Gemeinde Projekte realisiert werden, die letztlich auch Highlights für den Ort sein könnten: „Etwas, von dem alle etwas haben.“ Aus der Runde wurde angeregt, dass durchaus auch mal nur ein Projekt in den Genuss der Förderung kommen könnte. Bei der Entscheidung sollte die Jury da durchaus mutig sein.

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