Vorgaben wären nicht einzuhalten
Malteser sagen schweren Herzens das Camp Malta ab

Metelen -

Nur zu gerne hätten die Malteser auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Ferienfreizeit in die Heide eingeladen. Doch daraus wird nun nichts. Der MHD hat das Camp Malta abgesagt.

Samstag, 23.05.2020, 08:08 Uhr aktualisiert: 24.05.2020, 16:42 Uhr
Abstandsregeln im Camp Malta? Ein Ding der Unmöglichkeit, befanden die Malteser. Ein Grund für die Absage.
Abstandsregeln im Camp Malta? Ein Ding der Unmöglichkeit, befanden die Malteser. Ein Grund für die Absage. Foto: Nele Scheipers

„Wir wussten auch nicht genau, wie sich die Eltern entscheiden oder ob es überhaupt eine Resonanz geben würde.“ Arndt Kock, organisatorischer Kopf des Camp Malta blickt zurück auf den Beginn der Online-Anmeldung, deren Start drei Wochen nach dem Lockdown erfolgte. Die Resonanz zeigte, dass trotz aller Unsicherheit das Vertrauen in die Metelener Malteser, die das Camp im 45. Jahr organisieren wollten, groß war.

„Wir hatten 120 Plätze zu vergeben und 100 Anmeldungen“, schaut Kock zurück – mit gemischten Gefühlen. Denn nur zu gerne hätten die Malteser auch in diesem Jahr wieder zur traditionellen Ferienfreizeit in die Heide eingeladen. Doch daraus wird nun nichts. Der MHD hat das Camp abgesagt.

„Wir hätten das Camp nicht in der gewohnten und bei den Kindern beliebten Art und Weise durchführen können“, schildert er die Argumente, die zum Aus führten. „Die Abstandsgebote wären überhaupt nicht einzuhalten gewesen. Die Teilnehmer sind ja zwischen fünf und zehn Jahren alt.“ Auch die Anforderungen an die Hygiene auf dem Gelände umzusetzen, hätte eine Herausforderung bedeutet, die kaum oder gar nicht zu meistern gewesen wäre.

Das Team sei sehr traurig, die Tradition des Sommercamps in diesem Jahr nicht fortsetzen zu können – traurig vor allem vor dem Hintergrund den Kindern und ihren Familien schöne Tage auf der großen Wiese anbieten zu können: „Das ist für alle deprimierend“.

Für die örtlichen Betreuer bedeutet die Absage daneben, dass ein Teil ihres Jahresurlaubs, den sie regelmäßig in die Zeit im Camp einbringen, nun anders verplant werden muss. Doch Arndt Kock und seiner Mitstreiter schauen nach vorne: Im Jahr 2021 wird es wieder ein Camp geben, wenn Corona das zulässt.“

 

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