Kostenschätzung: 250.000 Euro
Bürgervertreter stellen sich hinter das Vechteprojekt

Metelen -

Zwischen dem Walkenmühlenweg und der Füßgängerbrücke am Sportpark Süd soll nach Ansinnen des Haupt- und Finanzausschusses die Vechte renaturiert werden. Das Projekt soll geschätzte 250.000 Euro kosten, die zum Großteil gefördert werden können.

Sonntag, 14.06.2020, 07:26 Uhr aktualisiert: 14.06.2020, 08:10 Uhr
Hier, zwischen der Fußgängerbrücke am Sportpark Süd und dem Walkenmühlenweg, soll die kanalisierte Vechte renaturiert werden.
Hier, zwischen der Fußgängerbrücke am Sportpark Süd und dem Walkenmühlenweg, soll die kanalisierte Vechte renaturiert werden. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Einstimmig, bei der Enthaltung des UWG-Vertreters Christian Edler, stellte sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung jetzt hinter das Projekt „Ökologische Verbesserung der Vechte“. Darin geht es darum, den Zustand des Gewässers im Bereich zwischen der Fußgängerbrücke am Sportpark Süd und dem Walkenmühlenweg aus wasserwirtschaftlicher Sicht zu optimieren und der Vechte mehr Raum zu geben (wir berichteten).

Dem Ausschuss lagen erstmals Kostenschätzungen für das Projekt vor. Nach der aktuellen Entwurfsplanung belaufen diese sich auf etwa 250 000 Euro. Das Projekt, so die Vorlage, werde im Rahmen der Wasserrahmenrichtline mit maximal 80 Prozent gefördert. Eine Veranschlagung bereits im kommenden Haushalt für das Jahr 2021 ist angedacht. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, die notwendigen Detailplanungen zur Umsetzung des Projekts vorzunehmen.

„Überraschend niedrige Summe“

Vor dem Beschluss hatte Dietmar Deitermann (UWG) zu bedenken gegeben, dass die avisierte Summe für eine derartige Maßnahme überraschend niedrig angesetzt sei. Er erinnerte an die Historie des Baus der Fischaufstiegsanlage (Neue Vechte) und die Kostenexplosion der Maßnahme: „Die Summe hatte sich damals fast verdoppelt.“ Die Gemeinde habe seinerzeit Glück gehabt, dass sie nicht als Kostenträger in die Pflicht genommen worden sei.

Bauamtsleiter Stefan Weßling erläuterte ergänzend zur Vorlage, dass die Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt ein großes Interesse an der Maßnahme gezeigt habe. „Wir würden das aber gerne selber realisieren vor dem Hintergrund, dass wir in Metelen selber Ökopunkte sammeln, um Maßnahmen vor Ort direkt ausgleichen zu können.“ Die Verwaltung hatte zuletzt über die Systematik berichtet, welche den Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur zugrunde liegt. Diese müssen nicht zwingend vor Ort erfolgen, sondern können, da sie über die Naturschutzstiftung des Kreises Steinfurt realisiert werden, auch in anderen Kommunen des Kreises erfolgen.

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