Glasfaser im Außenbereich
„Licht an!“ für den ersten Anschluss

Metelen -

Das Projekt „Glasfaser für den Außenbereich“ hat einer erste Etappe hinter sich. Am Dienstagnachmittag wurde der erste Anschluss in Betrieb genommen. Auf dem Hof Moddemann, der bislang mit einem nur äußerst schwachen Internet-Empfang vorlieb nehmen musste, kann jetzt mit bis zu 200 MBit das Netz genutzt werden. Vertreter von Behörden und Firmen waren bei der Premiere vor Ort.

Mittwoch, 17.06.2020, 06:00 Uhr
Glasfaser im Außenbereich: „Licht an!“ für den ersten Anschluss
Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Mein Mann hätte gerne im Homeoffice gearbeitet, aber das war angesichts der Leistungen unseres Anschlusses sinnlos.“ Adelheid Moddemann berichtet über die Schmalspur-Leitung, mit der der Hof in der Bauerschaft Samberg bislang auskommen musste. Dreieinhalb Kilometer vom nächsten Anschlusskasten entfernt kamen nur noch maximal fünf MBit am heimischen Rechner an.

Damit hat es seit Dienstagnachmittag ein Ende. Der Hof Moddemann ist der erste Anschluss im Außenbereich, der von der neuen Glasfaserverbindung profitiert. „Da ist jetzt Licht drauf“, freute sich ein Vertreter der Firma Muenet, die gemeinsam mit dem Kooperationspartner Epcan das Projekt zur Versorgung des Metelener Außenbereichs mit schnellen Glasfaseranschlüssen betreibt.

Das Projekt geht jedoch über die Grenzen des Ortes hinaus. Sechs Kommunen aus dem Kreisgebiet hatten sich unter der Federführung der Gemeinde Neuenkirchen zusammengefunden, um sich gemeinsam um die Förderung zu kümmern.

In Metelen schließlich wurde jetzt erstmals Licht auf die Leitung gegeben. Der erste Bauabschnitt mit 64 Anschlüssen in der Bauerschaft Samberg ist fertiggestellt, jetzt werden nach und nach die Anschlusskästen in den Häusern montiert.

Wie sehr die Menschen im Außenbereich auf das schnelle Netz warten, machte ein Vertreter des Tiefbauunternehmens deutlich, der von Anfragen der Anlieger berichtete. Er nannte ein Beispiel: „Mein Nachbar hat schon die Leitung, wann kommt Ihr zu mir.“

Dass gut Ding Weile braucht und ab und an auch noch mit bürokratischen Stolperfallen zu kämpfen hat, wurde bei dem Vor-Ort-Termin ebenfalls deutlich. So habe es während der Bauphase Detailfragen zur möglichst umweltschonenden Verlegung der Leerrohre zu klären gegeben, welche die Arbeiten verzögerten. Ingmar Ebhardt von der Wirtschaftsförderung beim Kreis brach hier eine Lanze für die Umweltbehörde in Steinfurt.

Trotz der Verzögerungen liege man gut im Zeitplan, ließen Vertreter der beteiligten Behörden und Firmen durchblicken. Auf ein Fertigstellungsdatum der beiden noch folgenden Bauabschnitte – vornehmlich im Bereich Naendorf – wollten sie sich aber nicht festlegen lassen. Ende 2021 spätestens sollen aber alle Gehöfte und Häuser im Außenbereich angeschlossen sein – und dann über Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit verfügen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7452811?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker