Neue Vechte
Aufstieg für manche Fische zu steil

Metelen -

Für die Fischaufstiegsanlage in Ellings Wiese ist Feinschliff notwendig. Grund: Nicht alle Fische schaffen es flussaufwärts über die steinernen Riegel. Deshalb wird die Gemeinde Metelen im Auftrag der Bezirksregierung in diesem Sommer Anrampungen an den Riegeln bauen.

Freitag, 19.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 19.06.2020, 07:31 Uhr
Bislang noch nicht genutzt wurde der Kran für die Kontrollanlage an der Neuen Vechte. Mit ihm wird die Reuse, in der die ziehenden Fische für das Monitoring gefangen werden, emporgezogen.
Bislang noch nicht genutzt wurde der Kran für die Kontrollanlage an der Neuen Vechte. Mit ihm wird die Reuse, in der die ziehenden Fische für das Monitoring gefangen werden, emporgezogen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Er steht seit geraumer Zeit am Einlauf der Neuen Vechte, gleich am Pättchen und ist ebenso nagelneu wie unbenutzt. Der Kran soll eigentlich dazu dienen, eine Kontrollreuse emporzuheben, mit der beobachtet werden soll, ob Fische die Aufstiegsanlage durch Ellings Wiese nutzen.

Monitoring nennen Wissenschaftler derartige Kontrollen. Die Bezirksregierung Münster, die für das Land die Anlage des Fischaufstiegs begleitet hat, hatte dafür den örtlichen Angelverein gewonnen. Auch den Petrijüngern ist daran gelegen, zu erfahren, ob die neue Durchlässigkeit des Flusses für Fische funktioniert.

Doch da gibt es noch Probleme. Eine Elektrobefischung durch Vertreter der Aufsichtsbehörde ( unsere Zeitung berichtete) hatte ergeben, dass die Anlage noch nicht für alle Arten optimal angelegt ist. „In den einzelnen Abschnitten der Anlage sind teilweise Abbruchkanten entstanden, die bislang noch nicht endgültig beseitigt werden konnten. Durch diesen Umstand ist es zwar vielen Fischarten grundsätzlich möglich, die Anlage zu nutzen, aber eben noch nicht allen. Es ist also bislang nur eine selektive Nutzung möglich“, informierte die Bezirksregierung auf Anfrage unserer Zeitung über das Dilemma. Die Behörde schreibt auch, dass sich die Gemeinde Metelen gemeinsam mit dem örtlichen ASV um die endgültige Fertigstellung und Nachbesserungsarbeiten kümmern werde.

Das bestätigte Stefan Weßling, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Metelen. „Im Bereich der einzelnen Stufen waren bei der Anlage der Neuen Vechte Anrampungen hergestellt worden. Diese sind jedoch vom Wasser fortgeschwemmt worden“, so der Baufachmann.

An zehn der Aufstiegsriegel werden nun diese Anrampungen erneuert, wobei auch Mitarbeiter des örtlichen Bauhofes eingesetzt werden. Die Arbeiten sollen im Laufe des Sommers erfolgen, so Weßling. Dafür muss der Zufluss ins Umgehungsgerinne gestoppt werden, damit am trocken gefallenen Aufstieg gearbeitet werden kann.

„Im Herbst wird dann eine weitere Elektrobefischung durch Vertreter der Bezirksregierung erfolgen, um zu sehen, ob das Gerinne dann den Anforderungen voll entspricht“, erläutert Weßling den Zeitplan.

Und erst danach wird auch der Kran am Vechteufer zum Einsatz kommen.

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