Planungen für alten Grundschulstandort
Malteser mit einbeziehen?

Metelen -

Die Gemeinde Metelen unternimmt mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände der früheren Grundschule an der Schulstraße den Einstieg in die Wohnbebauung der Fläche. Reinhard Brüning schlug für die Unionsfraktion vor, das Gelände der Malteser am Mühlentor mit in den Plan aufzunehmen. Gespräche darüber hatte es aber zuvor noch nicht gegeben, informierte der Bürgermeister

Donnerstag, 25.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 15:22 Uhr
Das in die Jahre gekommene Heim des MHD liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulgeländes. CDU-Bauexperte Reinhard Brüning würde es gerne mit überplanen.
Das in die Jahre gekommene Heim des MHD liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulgeländes. CDU-Bauexperte Reinhard Brüning würde es gerne mit überplanen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde am liebsten Reinhard Brüning, Mitglied der CDU in der Metelener Bürgervertretung. In der jüngsten Ratssitzung regte er an, auch das Gelände der Malteser in die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den ehemaligen Grundschulstandort an der Schulstraße mit einzubeziehen.

Indes: Gefragt hat die Malteser bisher noch niemand. „Wir haben noch keine Grundstücksverhandlungen geführt“, erklärte Bürgermeister Gregor Krabbe zu Brünings Vorstoß. Es sei nicht möglich, das Grundstück der Malteser einfach in die neuen Planungen mit zu berücksichtigen.

Brüning präzisierte seinen Vorstoß und erklärte, dass es schön wäre, vor einem Einstieg in die Planung eine mögliche Einbeziehung des Malteserheims in den neuen Bebauungsplan mit dem MHD abzuklären – bevor die Gebietsentwicklung angegangen werde. „Wir haben es hier mit einem zentralen Quartier im Ort zu tun“, so Brüning, der gerne eine Planung aus einem Guss verwirklicht sähe.

Dass die Christdemokraten zumindest in einem Punkt bereits recht konkrete Vorstellungen von dem haben, was auf dem Gelände entstehen soll, ließ Brüning, Bauexperte der örtlichen CDU, erkennen: „Wir bevorzugen in diesem Verfahren das Projekt des Pflegedienstes Leusbrock mit beiden Gebäuden“, so Brüning.

Damit ist ein kombiniertes Gebäudeensemble mit Wohnraum für Senioren und einer Tagespflege gemeint. Dieses hatte Philip Leusbrock gemeinsam mit dem Architekten Johannes Ehling im März vorgestellt. Projektiert ist eine Tagespflegeeinrichtung mit 14 Plätzen und ein Gebäude für zwei Wohngemeinschaften demenzerkrankter Senioren mit jeweils zwölf Plätzen.

Die Favorisierung des Leusbrock-Projekts bedeutet in der Konsequenz auch – folgt man den seinerzeit vorgestellten Planungen –, dass der Altbau der ehemaligen Vitus-Grundschule dafür abgerissen werden würde.

Zweites Objekt auf dem alten Grundschulgelände ist eine Wohnanlage, für die der Ochtruper Bauverein eine erste grobe Planung vorgestellt hatte – zwei Monate nach der Leusbrock-Präsentation, und ebenfalls mit dem Architekturbüro Ehling.

20 kleine Wohneinheiten, die im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstehen sollen, wurden hier präsentiert. Standort wäre die Fläche des ehemaligen Schulhofs.

Dieses zweite Vorhaben, das sich architektonisch an das Leusbrock-Projekt anschließt, erwähnte Brüning in seinem Statement zum neuen Bebauungsplan nicht. Bürgermeister Gregor Krabbe hatte unlängst noch von der Notwendigkeit gesprochen, das Thema Wohnen in den Fokus der Politik zu rücken – und zwar mit allen Formen.

Der Rat der Gemeinde entschied schließlich einstimmig, den Bebauungsplan für die Fläche der ehemaligen Grundschule aufzustellen, „um an diesem Standort Wohnbaufläche zu entwickeln“.

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