Foto-Rallye der Kolpingfamilie
33 Bilder auf den Speicherchip bannen

Metelen -

Eigentlich bietet die Kolpingfamilie in den Ferien eine Fahrt zur Freilichtbühne an – wegen Corona musste eine Alternative her: eine Stadtrallye. Birgit Krude ließ sich dabei von ihren eigenen Erfahrungen als Gruppenkind inspirieren.

Samstag, 11.07.2020, 06:10 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 16:42 Uhr
Im Schatten der Pfarrkirche sucht diese Jungengruppe nach einer Inschrift – und wird später an der Fassade des Blumengeschäfts fündig.
Im Schatten der Pfarrkirche sucht diese Jungengruppe nach einer Inschrift – und wird später an der Fassade des Blumengeschäfts fündig. Foto: Anne Spill

Die Kirche ist es schon mal nicht, da sind sich die pfiffigen Jungs sicher. „Das muss ein Klinkerbau sein!“, kombinieren sie anhand des Bildes auf ihrem Fragenzettel. Die Vier lassen den Blick nach links und rechts schweifen, nach oben und unten – und zack, gefunden! Am Blumengeschäft im Schatten von Ss. Cornelius und Cyprianus befindet sich die Inschrift, nach der bei der Stadtrallye der Kolpingfamilie gefragt wird. Jetzt schnell noch ein Foto und weiter geht‘s zur nächsten Station.

32 weitere Bilder sollen die Kinder bei der Ferienspaßaktion am Freitagnachmittag auf die Speicherchips ihrer Kameras und Handys bannen. Da wird zum Beispiel nach dem Bekanntmachungsstein, dem Plaggen­stiäker oder der Statue der Äbtissin Friduwi gefragt – aber auch nach dem Ort, an dem einem im Sinnesgarten „ganz schwindelig wird“.

„Man kann die Stationen alle in einer Runde ablaufen“, berichtet Birgit Krude, die das Spiel organisiert hat. „Aber ich habe die Reihenfolge auf dem Aufgabenzettel durcheinander gewürfelt.“ Sonst wäre das Ganze ja zu leicht. Clevere Köpfchen entwickeln erst einen Plan, bevor sie losziehen – ansonsten geht‘s halt im Zickzack durch das Vechtedorf und es dauert ein bisschen länger.

Zwei Stunden haben die 18 Mädchen und Jungen Zeit, alle Punkte zu finden und ein passendes Foto zu knipsen. Dann treffen sich die kleinen Gruppen wieder an der „Oase“ und vergleichen die Schnappschüsse, bevor es Hamburger für die hungrigen Teilnehmer gibt.

Die Stadtrallye ist eine Premiere für die Kolpingfamilie. Normalerweise bietet der Verband in den Ferien eine Fahrt zu einer Freilichtbühne an. Wegen der Corona-Pandemie fallen die Vorstellungen im Freiluft-Theater in diesem Sommer aber aus – „also mussten wir uns kurzerhand etwas anderes überlegen“, berichtet Birgit Krude. „Ich habe dann an die Zeit zurückgedacht, als ich selbst Gruppenkind und später Leiterin war.“

Damals seien Stadtspiele angesagt gewesen – bei einer Tour durch Metelen galt es, Fragen rund um die Gemeinde zu beantworten, auch mit der Hilfe von Passanten. Birgit Krude überlegte, das Konzept an die heutige Zeit anzupassen: „Die Kinder haben doch alle Kameras und fotografieren gerne, das habe ich einfach mit eingebaut.“

Um die Fragen zu entwickeln, zog die Metelenerin durch den Ort und suchte nach interessanten Stationen – auf einer möglichst verkehrssicheren Route. „Dabei habe ich selbst noch einiges über Metelen gelernt“, gibt sie lachend zu. Die neunjährige Nichte kam schließlich zu einem Testlauf mit – und schon war das Spiel fertig.

Die Organisatorin ist gespannt, mit welchen Fotos die Kinder zurück in die Oase kommen. „Ob sie wohl schon wissen, was eine Geranie ist?“ Vielleicht machen die Kinder es wie Birgit Krude und ihre Mitstreiter damals – und fragen einfach Passanten. Die Inschrift am Blumengeschäft haben sie aber schon ohne fremde Hilfe gefunden . . .

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