Ugandahilfe Metelen über Situation in Uganda
„Menschen wurden hilflos zurückgelassen“

Metelen -

Über die schwierige Situation der Menschen in Uganda während der Corona-Pandemie berichtet die Uganda-Hilfe Metelen. Die Ehrenamtlichen möchten das Leid in dem afrikanischen Land lindern und sind auf der Suche nach Spenden.

Sonntag, 12.07.2020, 20:53 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 19:08 Uhr
Der 54-jährige Joseph
Der 54-jährige Joseph

Die Corona Pandemie hat die ganze Welt ergriffen und auch in Deutschland viele Menschen wirtschaftlich in Not gebracht. Bei all den Schwierigkeiten gab es aber soziale Absicherungen wie Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld sowie Unterstützung für die Wirtschaft durch Bund- und Länderregierungen. „Anders dagegen sieht es in vielen Ländern unserer Erde aus, so auch in Uganda, wo es keine so weitreichenden Sozialgesetze gibt“, schreibt die Ugandahilfe jetzt in einem Pressebericht.

Seit Beginn der Covid-19-Krise seien dort die Preise für Grundnahrungsmittel um mehr als 30 Prozent gestiegen. „Die wenigen Vorräte der Familien gingen zu Ende oder wurden durch ungewöhnliche Überschwemmungen zerstört“, berichten die Ehrenamtlichen von den Zuständen in dem afrikanischen Land. Die Maßnahmen die von der ugandischen Regierung im Kampf gegen das Coronavirus verhängt wurden, „hatten verheerende Auswirkungen für die Bevölkerung“. Nur die wenigsten Menschen verfügten über finanzielle Rücklagen. Viele Arbeiter seien Tagelöhner, die ihren Arbeitslohn täglich erhalten und der gerade mal ausreiche, um die Nahrung für den nächsten Tag zu kaufen.

Menschen stehen vor dem Nichts

„Die Ugander, die vor der Krise ihr selbstangebautes Gemüse wie Mais, Kochbananen oder Bohnen auf dem Markt verkauften und so einige Uganda-Shillinge einnahmen, stehen vor dem Nichts, weil die Märkte geschlossen sind, der öffentliche Nahverkehr eingestellt wurde und private Fahrten verboten wurden“, heißt es im Bericht weiter. Auch die Versorgung mit Trinkwasser werde immer problematischer und der tägliche Gang zum Brunnen stelle ein hohes Risiko dar.

Da auch die Schulen geschlossen wurden, seien besonders Familien, deren Kinder normalerweise dort mit Essen versorgt werden, einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt. „Aber auch andere Familien und ältere Menschen, die schon unter den normalen Lebensbedingungen in Uganda, an Krankheiten wie AIDS oder Malaria litten, treffe es jetzt besonders hart.

„Die Einschränkungsmaßnahmen im Land haben die meisten Menschen, die von der Hand in den Mund leben, hilflos zurückgelassen“, schreibt die Ugandahilfe. Aus den Städten zögen nun viele Menschen aufs Land zu Verwandten, um dort zu überleben – selbst auf die Gefahr hin, sich unterwegs zu infizieren und an dem Virus zu sterben anstatt an Hunger.

 

Die Metelener-Uganda-Hilfe will helfen und bittet um Spenden für die Menschen Uganda. Unter dem Stichwort „Corona Hilfe“ können bei der Kreissparkasse Steinfurt (IBAN DE 30 4035 1060 0005 5625 58) oder bei der Volksbank Gronau/Ahaus (IBAN DE 65 4016 4024 4310 4264 00) Überweisungen getätigt werden. Eine Spendenquittung werde ausgestellt, wenn es auf dem Überweisungsträger vermerkt ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7490745?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker