Ferienspaßaktion in der Bücherei
Mit der Kakerlake unterwegs

Metelen -

Krabbeltiere finden die Teilnehmer der Ferienspaßaktion in der Bücherei nicht mehr ekelig. Sie haben Kakerlake und Co. ganz neu kennengelernt und sich mit einem Kinderbuch auf die Spuren des Hauptdarstellers begeben.

Donnerstag, 30.07.2020, 21:42 Uhr
Als die Kinder gespannt der Kakerlaken-Geschichte lauschten kam der kleine Hund nach draußen.  
Als die Kinder gespannt der Kakerlaken-Geschichte lauschten kam der kleine Hund nach draußen.   Foto: Fotos: Marion Fenner/KÖB Metelen

Kakerlaken sehen die Teilnehmer der Ferienspaßaktion in der Katholischen öffentlichen Bücherei künftig mit anderen Augen. Keiner wird mehr „Igitt“ rufen oder schreiend davonlaufen. Nein, eher werden die Mädchen und Jungen dicht herangehen und schauen wollen, ob ein Kakerlak wirklich seine vielen Arme vor dem Bauch verschränken kann. Die Kinder hatten sich am Mittwoch auf die Spuren des Kakerlaken „Karate“ aus dem Kinderbuch „Die Kakerlakenbande – Applaus für die Laus“ von Christian Thielmann und Nikolai Renger begeben.

Leben im Puppenhaus

Elke Meiring vom Büchereiteam las den jungen Gästen die Geschichte vor. Sie erfuhren das „Karate“ in einem Puppenhaus auf dem Dachboden lebte und dort im Bett schlief. Sein Leben geriet aus der Bahn, als eine neue Familie ins Haus zog und die Mutter das leicht verschimmelte Puppenhaus entsorgen wollte. Zum Glück legte das Kind der Familie ein Veto ein und das Puppenhaus durfte bleiben. Dennoch rückte ihm die Familie mit Schlappen und „Saugmonster“ zu Leibe. Der Kakerlak trauerte seiner alten Mitbewohnerin nach, die für ihn auch schon einmal Schokoladenkuchenkrümel auf dem Teppich liegen ließ. Die Kinder hatten eine Riesenspaß an der Geschichte.

„Sprungbein“

„Karate“ floh im Buch nach draußen in den Garten – und auch für die Kinder ging es nach draußen. Dort machte das kleine Krabbelvieh Bekanntschaft mit dem Hund des Hauses. Alina Kleimann vom Büchereiteam hatte dafür einen kleinen Stoffhund mitgebracht. Im Garten traf „Karate“ auf ebenfalls aus dem Haus verbannte Tiere: Den Floh „Sprungbein“, der bisher auf dem Hund lebte und die Laus „Liane“, die es sich gerne auf menschlichen Köpfen bequem machte. Auch bei Läusen werden die Teilnehmer der Ferienspaßaktion künftig genauer hinschauen, denn sie erfuhren, das weibliche Läuse rosa sind und lange blonde Haare tragen. Aber dafür müssen sie wirklich ganz genau hinschauen . . .

Das tierische Trio erkundete die Wildnis im Garten, mit dem Ziel, wieder ins Haus zu gelangen. Erst wollte ein Igel die Drei stoppen, dann wurden sie von einer Schnecke gerettet.

Rettungsboot

Mit einem aus Luftballon und Kunststoffflasche selbstgebauten Rettungsboot ging es durch die Kanalisation. Nicht einmal von einer Ratte ließen sie sich aufhalten. „Die Abenteuer der Krabbeltiere spielten die Mädchen und Jungen draußen nach“, berichtet Alexandra Schaten, ebenfalls Mitglied des Büchereiteams. Zum Schluss fanden natürlich wieder alle nach Hause, und auch die Kakerlake zog wieder in ihr Puppenhaus auf dem Dachboden ein.

Die Aktion war nicht nur wegen der lustigen Geschichte ein großer Spaß für alle Beteiligten. Zum Abschluss des Nachmittags fand noch eine Spielrunde statt, bei der auch Kakerlaken eine Hauptrolle hatten. Die Kindern werden diesen kleinen Insekten künftig mit anderen Gefühlen begegnen – und vielleicht Kakerlaken nicht mehr mit Schlappen vertreiben, sondern sie als Mitgeschöpfe wahrnehmen – auch wenn sie nicht unbedingt das Puppenhaus oder die eigene Kopfhaut mit ihnen teilen wollen.

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