Die Kleiderkammer ist an die Kirchstraße umgezogen
SSV in der ehemaligen Kaplanei

Metelen -

Die Kleiderkammer der Kolpingfamilie ist umgezogen. Der Verein nutzte die Auszeit durch den Corona-Lockdown, um vom bisherigen Standort am Schilden in die ehemalige Kaplanei an der Kirchstraße zu wechseln. Untergebracht ist die Kammer in der früheren Wohnung des Kirchenmusikers. Das Ambiente ist einladender und Synergieeffekte mit dem Eine-Welt-Laden im gleichen Gebäude möglich.

Montag, 03.08.2020, 16:32 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 16:41 Uhr
Manfred Schlüters (l.) und Franz-Josef Wiechers zeigen sich glücklich über die neuen Räume für die Kleiderkammer in der ehemaligen Kaplanei, gleich gegenüber des Hauptportals der Pfarrkirche. Die Kleiderständer sind bereits gut gefüllt.
Manfred Schlüters (l.) und Franz-Josef Wiechers zeigen sich glücklich über die neuen Räume für die Kleiderkammer in der ehemaligen Kaplanei, gleich gegenüber des Hauptportals der Pfarrkirche. Die Kleiderständer sind bereits gut gefüllt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Dankbar waren sie seinerzeit, dass sie auf die Schnelle ein neues Domizil für die Kleiderkammer gefunden haben. Die Aktiven der Kolpingfamilie Metelen freuten sich über die Räume in der ehemaligen Gaststätte Focke-Nieland. Hier gab es die Möglichkeit, gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung sogar noch besser zu präsentieren als in der früheren Hauptschule. Die Neunutzung als Grundschule hatte den Umzug erzwungen. Doch bereits damals war klar, dass auch das Haus am Schilden nur ein Domizil auf Zeit war.

Zwar zeigte sich der Besitzer des Hauses sehr großzügig, wie Franz-Josef Wiechers von der Kolpingfamilie betonte, doch war der Verein als Betreiber der Kleiderkammer eben auch hier praktisch auf dem Sprung. Und der gelang nun mit dem Umzug an die Kirchstraße. In der ehemalige Kaplanei wurden Räume frei. Der Kirchenmusiker, der hier gewohnt hatte, war umgezogen und so nutzte die Kolpingfamilie die Gelegenheit, das Haus nun komplett zu „bespielen“.

Denn auch der Eine-Welt-Laden, der seit vielen Jahren in dem Haus untergebracht ist, wird von der Kolpingfamilie betrieben. Gleich nebenan, durch die gemeinsame Haustür zu erreichen, wurde aus der Wohnung des Kirchenmusikers die neue Kleiderkammer. „Die hat ein ganz besonderes, gemütliches Flair“, freut sich Kornelia Wiechers auf den Neuanfang nach dem Umzug.

Dieser fand nach und nach bereits während der vergangenen zwei Monate statt. Da die Einrichtung seit dem Lockdown geschlossen war, nutzte Manfred Schlüters die Gelegenheit, packte viele Kartons mit Kleidung in den Kofferraum seines Autos und fuhr diese hinüber zur Kirchstraße. „Da stand ich mit eingeschaltetem Warnlicht halb auf der Straße“, blickt er auf die Transporte zurück.

Genau dies, nämlich die unmittelbare Lage an der viel befahrenden Ortsdurchfahrt, war stets ein kleines Manko der Kleiderkammer gewesen. An der Kirchstraße hingegen ist es deutlich ruhiger; es gibt kaum Autoverkehr. Hinzu kommt, dass die frühere Wohnung viel Charme auch auf die neue Nutzung ausstrahlt. Besonders der Flurbereich mit seinem alten sandsteingefassten Kamin, aber auch die Böden tragen zum Ambiente bei.

Die Kleidung für Damen, Herren und Kinder wurde in der vergangenen Wochen in jeweils eigenen Räumen für den Verkauf neu sortiert. „Wir nehmen einen Euro pro Kleidungsstück – auch als Zeichen der Wertschätzung für die Spenden der Metelener“, erläutert Franz-Josef Wiechers. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kleiderkammer – etwa 15 Menschen setzten sich hier ein – sorgen dafür, dass nur gut erhaltene Kleidung in den Verkauf gelangt. „Die sind bisweilen wie neu, teils sogar ungetragen“, so Wiechers.

„Wir haben derzeit vor allem Sommerware auf den Kleiderständern und in den Regalen. Die Neueröffnung ist somit zugleich unser Start in den Sommerschlussverkauf“, lädt er ein, die Einrichtung am Samstagmorgen zu besuchen.

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