Bild des TV-Schrottplatzbruders Manni für die Ochtruper Tafel
Ein echter Ludolf unter dem Hammer

Metelen -

Mit einem selbst gemalten Bild unterstützt Manni Ludolf, bekannt aus der einstigen TV-Serie „Die Ludolfs“, die Ochtruper Tafel. Via Facebook werden zwischen dem heutigen Freitag und Mittwochabend Gebote angenommen. Drei Freunde haben sich die Aktion ausgedacht.

Freitag, 14.08.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 07:59 Uhr
Immer für einen Spaß zu haben sind die Drei von der „Anticoronarundglasdeckel“-Gruppe. Nadja Mönninkhoff, Michael Sünker und Dirk Lating (r.) versteigern noch bis Mittwoch das unbetitelte Werk des jüngsten Ludolf-Bruders Manni via Facebook. Der einstige Star aus der Autoschrauber-TV-Soap hatte schon vor Jahren den Bulli der Ludolfs signiert und seit einiger Zeit die Malerei für sich entdeckt.
Immer für einen Spaß zu haben sind die Drei von der „Anticoronarundglasdeckel“-Gruppe. Nadja Mönninkhoff, Michael Sünker und Dirk Lating (r.) versteigern noch bis Mittwoch das unbetitelte Werk des jüngsten Ludolf-Bruders Manni via Facebook. Der einstige Star aus der Autoschrauber-TV-Soap hatte schon vor Jahren den Bulli der Ludolfs signiert und seit einiger Zeit die Malerei für sich entdeckt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Wer über die Wettringener Straße nach Metelen hineinfährt, wendet kurz hinter dem Ortsschild den Blick unweigerlich nach links. Dort steht an der alten Tankstelle ein ebenso in die Jahr gekommener VW-Bus im Flower-Power-Look. Diesen bemalten einst die TV-bekannten Schrottplatzbrüder der Familie Ludolf, darunter auch Manni, der Jüngste aus dem Quartett.

Er signierte nicht nur auf dem Lack, sondern garnierte den Bus auch noch mit einem Strichmännchen. Wie sich jetzt herausstelle, ein ganz frühes Werk des Benjamins in der Truppe, denn mittlerweile hat Manni die Malerei für sich entdeckt. Getreu des Beuys-Zitats „Jeder Mensch ein Künstler“ hat Ludolf die Strichmännchen-Phase längst hinter sich gelassen und sich naturalistischen Motiven zugewandt. Gehandelt werden Werke wie „Forstgebiet“ auf der Internet-Plattform Ebay mittlerweile im unteren dreistelligen Bereich.

Waldszenerie im Format 50 mal 40

Und genau hier setzt die „Anticoronarundglasdeckel“-Gruppe aus Ochtrup und Metelen an. Das Ulk-Trio Nadia Mönninkhoff, Dirk Lating und Mastermind Michael Sünker hat längst eine eingeschworene Fangemeinde und mehr als 12500 Facebook-Anhänger. Die Drei sind nie verlegen um Ideen, mit denen sie ihre Freude am Klamauk mit dem Einsatz für die Ochtruper Tafel verbinden können. T-Shirts, Tassen, Taschen und ein Bobbycar wurden schon für die Einrichtung verkauft – und jetzt eben ein echter Ludolf.

Natürlich ist dies keines von den unter Insidern geschätzten Frühwerken. Nein, Manni Ludolf, mit dem Metelens „Monzaguhru“ Dirk Lating freundschaftlich verbunden ist, stellte eine Waldszenerie im Format 50 mal 40 für den guten Zweck zur Verfügung. Eine aktuelle Arbeit, die die Fortschritte im Schaffen des jüngsten der Ludolfs beispielhaft dokumentiert.

Versteigerung des Ludolf-Gemäldes

Das Einstiegsgebot, das heute auf der Facebook-Seite der Gruppe „ANTICORONARUNDGLASDECKEL und Koh 2020“ eingestellt wird, liegt bei lediglich 50 Euro – angesichts der Beträge, mit denen ein echter Ludolf der aktuellen Periode derzeit gehandelt wird, ein Schnäppchen. Dass es dabei bleiben wird, davon geht das Initiatoren-Trio nicht aus. „Wir setzen bis zum Gebotsende am Mittwochabend auf einen namhaften Betrag“, so Michael Sünker. Das Geld komme ja der Tafel zu Gute. Und die kann jeden Euro gebrauchen, wie die Drei bei vergangenen Spendenübergaben festgestellt haben. Die Tafel unterstützt sozial schwache Menschen mit Lebensmitteln.

Dass die Versteigerung des Ludolf-Gemäldes nicht die letzte Aktion der Ulktruppe sein wird, davon ist fest auszugehen. „Wir bereiten jetzt schon die Zeit nach Corona vor“, berichtet Nadja Mönnikhoff und zückt ihr Smartphone. Darauf zu sehen: Michael Sünker als „Michelangelo“. Wenn der Glasdeckel endgültig ausgedient hat, wird der Ochtruper in die Rolle des Italieners schlüpfen. Dass dieser das Zeug hat, ein würdiger Nachfolger für den „Anticoronarundglasdeckel“-Promoter zu werden – davon sind die drei von der Tankstelle felsenfest überzeugt.

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