Neun Puzzleteile wurden prämiert – plus ein Sonderpreis
Die Jury hat ihre Wahl getroffen

Metelen -

Am Montagnachmittag tagte in den Räumen der Redaktion die Jury zur großen Sommeraktion dieser Zeitung. Mehr als 200 Einsendungen machten die Auswahl nicht gerade einfach für die drei Vertreter des Marketingvereins „Wir sind Metelen“ und die Ochtruper Künstlerin Sabine Swoboda. In den drei Altersklassen wurden schließlich je drei Gewinner ermittelt – plus ein Sonderpreis, der ins St.-Ida-Haus geht.

Mittwoch, 26.08.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2020, 13:54 Uhr
Sie entschieden über die Gewinner des Metelen-Puzzles (v.l.): Hermann Prüßner, Antje Schmies-Hoffmann, Sabine Swoboda und Egon Tillack bildeten die Jury zur Sommeraktion dieser Zeitung.
Sie entschieden über die Gewinner des Metelen-Puzzles (v.l.): Hermann Prüßner, Antje Schmies-Hoffmann, Sabine Swoboda und Egon Tillack bildeten die Jury zur Sommeraktion dieser Zeitung. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Acht Wochen lang hatten alle Metelener – von Jung bis Alt – die Gelegenheit, auf einer Fläche von gut 20 mal 20 Zentimetern künstlerisch tätig zu werden. Metelen-Puzzle hieß die diesjährige Sommeraktion unserer Zeitung. Mehr als 200 Puzzleteile gingen in der Redaktion ein.

Am Montagnachmittag tagte die Jury. Sabine Swoboda ist Künstlerin, wohnt und arbeitet in Ochtrup. Antje Schmies-Hoffmann, Hermann Prüßner und Egon Tillack vertraten den Marketingverein „Wir sind Metelen“, mit dem unsere Zeitung im Rahmen der Sommeraktion zusammenarbeitet. Die Vier stand vor keiner leichten Aufgabe, denn bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen hatten sich die Teilnehmer viel Mühe gemacht bei der Ausgestaltung ihres persönlichen Puzz­leteils.

Rasch wurde deutlich, dass sich die Puzzle-Gestalter ihre Motivauswahl ganz gründlich überlegt hatten. Bewusst hatte die Redaktion auf eine Vorgabe verzichtet, allerdings den Hinweis gegeben, dass ein Bezug zu Metelen durchaus möglich sei.

Und der Ort an der Vechte wurde auf viele Arten dargestellt. Das Wappen tauchte gleich mehrfach auf, gezeichnet, als Collage, im Foto. Angetan hatte es vor allem den jungen Teilnehmern der Fluss. Dass die Vechte eine derart große Anziehungskraft auf die Jugend ausübt, war schon auffällig. Die Fischtreppe, Fische, ja sogar ein Delfin wurden zu Papier gebrachte – da bildeten kindliche Fantasie und die Darstellung des realen Geschehens wie der Fischtreppe mitunter ein fröhliche Melange. Plagemanns Mühle tauchte ebenfalls mehrfach auf und natürlich – schließlich war es eine Sommer-Aktion – die Eisdiele.

Das Gros der Einsendungen stammte aus der Altersklasse zwischen sechs und 14 Jahren. Die Schulkinder lieferten gut ein Drittel aller Beiträge. Ihre Puzzleteile verwandelten das Buchendekor des Konferenztisches in ein buntes Nebeneinander farbenfroher Bilder.

Auffällig war, dass die Kinder zumeist den gesamten Platz der Vorlage ausnutzten – inklusive der beiden „Nasen“, die beim Zusammenlegen später in die Aussparungen kommen. Gerade die Kinderbilder ließen kaum eine weiße Fläche übrig. Und um das alle zu toppen, wurden bei etlichen Beiträgen zusätzliche Aufkleber, Glitzerpulver oder ausgeschnittene Fotos hinzugefügt.

Um ihre Aufgabe war das Quartett der Jury nicht zu beneiden. Da jeweils drei Preise in den drei Alterskategorien für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter bis zu fünf Jahren, für Schulkinder bis zu 14 Jahren sowie für Jugendliche und Erwachsene zu vergeben waren, starteten die Preisrichter mit den jüngsten im Wettbewerb.

Der fünfjährige Edward Diener nutzte verschiedene Stifte, um seinen knallbunten Regenbogen und die Sonne aufs Puzzleteil zu bringen – und vergaß auch die Regentropfen nicht, die zum Bogen eben auch dazugehören. Nikola Stefanowicz (5) malte mit Filzstift – Menschen vor farbenfrohem Hintergrund. Lene Homann ist erst vier Jahre alt und verpasste ihrem Haus auf grüner Wiese eine blaue Fassade.

Bei den Erwachsenen hatte die 33-jährige Monique Thyatmar zu Buntstiften gegriffen und die Fischtreppe dargestellt – nicht einfach angesichts der Fehlstellen, die ein Puzzleteil eben so mit sich bringt. Diana Gödecke (40) nutzte ganz bewusst diese Aussparungen und Beulen, um ihre freundlichen Gesichter aufs Papier zu bringen. Ingeborg Zielonka (64) und Henk Cretier (67), die gemeinsam ein Foto im Puzz­le-Format einreichten, stellten die Kraft der Natur in Form eines eingewachsenen Schildes dar.

Waren die ersten beiden Gruppen noch relativ rasch entschieden, so forderten die mehr als 150 Beiträge der Schulkinder die Jury. Intensiv wurde diskutiert, ausgewählt und dann standen die drei Gewinner-Puzzleteile fest: Jan Krzywanski (6) beeindruckte durch seinen mit flottem Strich gezeichneten Dino, Maja Große Venhaus (12) durch die intensive Darstellung des innigen Verhältnisses eines Mädchens zu einem Pferd und der achtjährige Tom Gödecke mit seinem an einen Halloween-Kürbis erinnernden knallbunten Kopf.

Neben den drei gleichberechtigten Gewinnern in jeder der drei Altersklassen entschloss sich die Jury spontan, einen Sonderpreis zu vergeben. Maria Brinkmann, 85-jährige Bewohnerin des St.-Ida-Hauses, bekommt ihn für ihren bunt umrahmten Spruch „Sich regen bringt Segen“ – in diesem Fall also einen Preis für die erfolgreiche Teilnahme an der Sommeraktion.

Die zehn Gewinner werden über den Termin der Preisübergabe noch informiert.

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