Staudenbörse an der Mühle
Von Gärtnern und Sammlern

Metelen -

Bei den Ausstellern wie Besuchern war die Freude groß, dass es wieder eine Veranstaltung der KIM gab: Bei der traditionellen Staudenbörse vor Plagemanns Mühle war die Resonanz entsprechend groß. Schon gleich zur Eröffnung wechselten Pflanzen die Besitzer, und dazu gab es Tipps zu den besten Standorten der Stauden. Einer der Renner waren Taglilien – bisweilen sehr seltene Blütenschönheiten.

Montag, 14.09.2020, 14:56 Uhr
Reinhild Reuter aus Metelen bot auf der Staudenbörse unter anderem Taglilien an – teils sehr kostbare sommerliche Blühwunder.
Reinhild Reuter aus Metelen bot auf der Staudenbörse unter anderem Taglilien an – teils sehr kostbare sommerliche Blühwunder. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Ein Fest für die Augen, vor allem aber ein Fest für alle Freizeitgärtner war die Staudenbörse an Plagemanns Mühle. Glückliche Aussteller, zufriedene Besucher, letztere auch noch in Kauflaune – ob es am spätsommerlichen Wetter lag?

Nicht nur, wie die Beschicker der Börse unisono anmerkten. Zwar zeigten sich ihre Gäste bereits gleich vor dem Start der Treffens der Pflanzenfreunde kaufwillig, doch vor allem der lange vermisste Austausch machte das Treffen zu einem ganz besonderen.

Der berühmte grüne Daumen ist letztlich auch immer ein Resultat von Wissen um die Vorlieben der Pflanzen, um Standorte, Bodenbeschaffenheit, Verträglichkeit. Und das gibt es eben gratis dazu beim Kauf einer Staude auf einem der Stände, die vor dem Tor der Sägehalle und in der Auffahrt aufgebaut waren.

Wie etwa der von Manuela Kemper. Hosta, die bodendeckenden Alleskönner mit den schönen Blättern, sind ihr Steckenpferd. Gleich ein Dutzend Sorten hat sie im heimischen Garten geteilt und bietet sie nun für schmales Geld feil. „Die verzeihen sogar zeitweilige Trockenheit“, erklärt sie dem Interessenten auf Nachfrage und auch, dass die großblättrigen Hosta ideal seien, um Feuchtigkeit in der Erde zu halten.

Taglilien, der Renner auf der Staudenbörse, mag sie ebenfalls. Die Züchtung eines Rheinenser Experten mit zartgelbem Rand, trägt sogar ihren Namen – amtlich vermerkt.

Rita Büsken hat gleich den ersten Stand rechts von der Auffahrt. Die Frau aus der Billerbecker Bauerschaft Beer­lage mag Taglilien über alles, hat gleich mehrere Sorten im Angebot und beschäftigt sich auch mit der Vermehrung und Kreuzung der Blühwunder.

Auch wenn jede Blüte nur einen Tag lang hält, sorgen die robusten und langlebigen Pflanzen im Sommer wochenlang für Farbe im Garten. Jetzt, zum Saisonende, helfen Fotos, die richtige Pflanze zu finden. „Da waren welche schon um viertel vor Elf da“, freute sich die Billerbeckerin über den Zuspruch der Besucher.

Für die Metelener Gartenfreunde ist der Stand von Reinhild Reuter ebenfalls Pflichtprogramm auf dem Börsen-Rundgang. Die Gartenliebhaberin hat daheim einen prächtigen Staudengarten, teilt immer wieder ihre Pflanzen und hat somit ein breitgefächertes Angebot aufgebaut – und ebenfalls: Taglilien. Vor zwei Jahren waren diese „Staude des Jahres 2018“, sicherlich zu Recht, wie die Resonanz bei den Züchtern zeigt.

Gerd und Irmgard Göring haben „immer zu wenig Platz“ in ihrem Garten und fahren deshalb gerne zu Staudenbörsen, um ihre Pflanzen anzubieten. Gerd Göring setzt dabei auf gut gewurzelte Stauden in Pflanztöpfen. Entsprechend robust wirkt das Angebot.

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