Versammlung der Kulturinitiative
Ehrenamtlichkeit als Rückgrat der Arbeit

Metelen -

Viel Redebedarf gab es im Rahmen der Mitgliederversammlung der Kulturinitiative Metelen. Der Vorstand stellte sich bei dem Treffen teilweise neu auf. Clara Beutler bleibt Vorsitzende. Sie unterstrich die Ehrenamtlichkeit als Rückgrat der Arbeit des Vereins. Lobende Worte für die KIM fand der Bürgermeister, der ein Grußwort verfasst hatte. Er hob besonders die Einbindung der Metelener hervor.

Montag, 02.11.2020, 06:00 Uhr
Neue und scheidende Mitglieder im Vorstand der KIM (v.l.): Willi Fremann, Antje Schmies-Hoffmann, André Reinker, Elvira Fremann,
Neue und scheidende Mitglieder im Vorstand der KIM (v.l.): Willi Fremann, Antje Schmies-Hoffmann, André Reinker, Elvira Fremann, Foto: Martin Fahlbusch

Bei der Mitgliederversammlung der KIM verabschiedeten sich mit Antje Schmies-Hoffmann, Silvia Saxlehner und Joachim Fontaine verdiente und engagierte Vorstandsmitglieder von den ehrenamtlichen Leitungsaufgaben der Kulturinitiative. Die Vorsitzende Clara Beutler fand für jede und jeden anerkennende Worte, hoffte aber auch, dass sie noch bisweilenals hilfreiche Mitstreiter zu gewinnen seien. Selbstredend dankte sie auch vielen anderen KIM-Aktiven für ihre „wundervolle Kooperation und Unterstützung“.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte sich der Vorstand auf die wichtigsten Veranstaltungen der letzten zwei Jahre beschränkt, weil bei der aktuellen Zusammenkunft nicht nur Neuwahlen anstanden, sondern auch einige grundsätzliche Überlegungen für die weitere Arbeit der Initiative dargelegt und besprochen werden sollten. Und spätestens bei den Stichworten „gedrucktes aufwendiges Jahresprogramm“, „Storno-Kabarett“ „Ausrichtung der musikalischen Angebote (mehr Jazz!)“ und den dafür notwendigen finanziellen Anstrengungen zeigten sich die rund 30 anwesenden Mitglieder samt Vorstand diskussionsfreundig.

Der kommissarische Kassierer Joachim Fontaine hatte mit Unterstützung von André Reinker ein umfangreiches Zahlenwerk vorgelegt, das sehr transparent die sich veränderte Ausgabenentwicklung vorgestellte. Inhaltlich und formal war an dem Zahlenwerk nichts zu beanstanden, wie auch Dr. Jürgen Schmitter betonte, der die Kasse zusammen mit Nicola Messerich geprüft hatte. Dem Votum der Kassenprüfer auf Entlastung von Kassierer und Vorstand folgte die Versammlung daher auch einmütig.

In der anschließenden Diskussion ging es den Anwesenden um die Abwägung sowohl der anfallenden Kosten (mit nicht nur coronabedingten Schwierigkeiten der Refinanzierung) als auch den Aufwand, den ein ehrenamtlicher Verein (und eben nicht nur seine Vorständler) zu leisten hätten.

Dass sich die Kulturinitiative mit vielen neuen auch kleinteiligen Angeboten (Malerei, Videoproduktion, „Totos Kinderwerkstatt“, Schreibprojekte), Ausstellungen, Konzerten und anderen Vorhaben in Metelen längst etabliert hat, hob Bürgermeister Gregor Krabbe in einem schriftlichen Grußwort, das Elvira Fremann verlas, hervor. Darin erwähnte er wichtige Aspekte der Profilierung der Schwerpunktsetzung der Initiative, die auch die Versammlung in ihren Diskussionen und die Vorstellungen des Vorstands für die Zukunft umtrieb.

„Die Kulturinitiative ist dabei nicht lediglich eine Eventagentur oder ein Veranstaltungsbüro. Die Einbindung und Aktivierung von Metelenern und Metelenerinnen, egal welchen Alters, in das kulturelle Programmangebot lassen erkennen, dass Kulturarbeit für sie mehr als ist als Konsum von Kultur. Sie wecken und entdecken damit weiteres künstlerisch-kulturelles Potenzial in Metelen“, so der Bürgermeister in seinem Grußwort.

Das machte auch die Vorsitzende in ihrem Ausblick deutlich. „Wir sind als KIM klar in Metelen angekommen (136 Mitglieder plus 15 Kinder) und werden angenommen. Wir müssen uns aber weiterentwickeln und Kulturschaffende als Berufsstand mit neuen Projekten etablieren. Ehrenamtlichkeit wird das Rückgrat unserer Arbeit sein, aber für eine Professionalisierung unseres breiter werdenden Angebots – das auch Bewährtes fortschreiben wird – werden wir auch unsere Finanzmittel gezielt und verantwortlich einsetzen“, setzte Clara Beutler Akzente. Der Vorstand freue sich, dass mit der Dankeskirche und dem dort nunmehr beheimateten KIM-Flügel ein neuer Spielort für Kultur entwickelt werden konnte. Daneben betonte er Vorteile der Kulturetage, hoffte aber auch auf einen langfristig optimierteren Bürgersaal.

Clara Beutler wurde in ihrer Funktion als KIM-Vorsitzende ebenso wiedergewählt wie ihre bisherige Stellvertreterin Margret Sprickmann-Kerkerinck. Willi Fremann konnte als neuer Kassierer (und Technikfachmann) begrüßt werden, Elvira Fremann fungiert in Zukunft als Schriftführerin. Barbara Klisa, Yulia Rivana und André Reinker komplettieren als Beisitzer den neuen Vorstand. Neben Dr. Jürgen Schmitter wird Dr. Ulrich Klisa zur nächsten Versammlung die Kasse prüfen. Wichtig war dem Vorstand am Schluss die Botschaft, dass man mit Kulturschaffenden in Wettringen und Schöppingen ein gemeinsamen Dialog-Postkarten-Kunstprojekt vorgedacht und anstoßen wolle.

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