Eheleute Bever sind besonders fleißige Radler
Aus der Römerstadt an die Vechte

Metelen -

Die Eheleute Anneliese und Werner Bever wurden in diesem Jahr Sieger in der Einzelwertung des Stadtradelns. Dafür verantwortlich war auch eine Radreise, die sie von Trier aus längs der Mosel und des Rheins bis zurück in die Vechtegemeinde führte.

Donnerstag, 05.11.2020, 15:42 Uhr
Anneliese und Werner Bever sind regelmäßig mit ihren E-Bikes unterwegs. In diesem Jahr erradelten sie im Aktionszeitraum von Stadtradeln in der Einzelwertung die meisten Kilometer – dank der Radtour an Mosel und Rhein, die zeitlich genau passte.
Anneliese und Werner Bever sind regelmäßig mit ihren E-Bikes unterwegs. In diesem Jahr erradelten sie im Aktionszeitraum von Stadtradeln in der Einzelwertung die meisten Kilometer – dank der Radtour an Mosel und Rhein, die zeitlich genau passte.

Von einem „Sondereffekt“ sprechen Analytiker gewöhnlich, wenn sie über einen ungewöhnliches Ereignis berichten, das eine Statistik ganz außerhalb der Reihe prägt. Einen solchen Sondereffekt hatte auch die Statistik zur diesjährigen Stadtradel-Aktion in der Gemeinde Metelen zu verzeichnen. Die Gewinner der Einzelwertung strampelten nämlich just im Aktionszeitraum auf ihren E-Bikes von Trier bis nach Metelen.

Anneliese und Werner Bever gewannen in diesem Jahr die Wertung der besten Einzelradler – zu der auch Eheleute zählen. 1395 Kilometer fuhren sie zwischen dem 10. und 30. September und sicherten sich den Titel mit weitem Vorsprung vor den nächsten Einzel-Radlern. Und selbst in der Teamwertung landeten sie unter den Top 10.

Ohne den eingangs erwähnten Sondereffekt wären die gut 293 restlichen Kilometer im Aktionszeitraum immer noch beachtlich gewesen, doch allein 1102 Kilometer lieferte die Mosel-Tour fürs Kilometer-Konto.

Dabei geht es den Bevers nicht um den Titel, wenn sie aufs Rad steigen. „Es war eigentlich ein Zufall, dass wir just während des Stadtradelns unterwegs waren“, erzählt Werner Bever. Die beiden Eheleute nutzen das Rad seit Jahren ganz selbstverständlich im Alltag. Zum Einkauf im Ort, zum Besuch bei Bekannten, vor allem aber auch für die vielen gemeinsamen Tagestouren, die sie von Metelen aus unternehmen.

Mal geht es in die Nachbarorte, mal werden die beiden Räder auf dem Radträger verladen, um Routen in anderen Regionen abzufahren. „Wir waren sogar schon mal für einen Tag am Ijsselmeer und sind dort am Wasser entlang gefahren“, berichtet Anneliese Bever über ein besonders weit entferntes Ziel. Abends waren die beiden zurück in der Vechtegemeinde.

Doch auch, wenn es um längere Reisen geht, werden die Eheleute immer wieder zu Pedalrittern. „Wir waren schon an der Weser und auch am Main“, schwärmt Anneliese Bever von vergangenen Touren an Deutschlands Flüssen. Und auch in diesem Jahr hatten sich die Bevers wieder einen heimischen Fluss ausgesucht: die Mosel.

Trier war das Ziel der Anreise, für die die Bevers erstmals nicht das Auto, sondern die Bahn nutzten. „Bei unseren früheren Touren war es meist so, dass ich abends vom Etappenziel aus mit der Bahn zurück gefahren bin, um das Auto nachzuholen“, berichtet Werner Bever aus der Vergangenheit.

In diesem Jahr sollte das anders sein. „Ich war zuerst wohl skeptisch, ob wir eine so lange Tour wirklich machen sollten“, erinnert sich Anneliese Bever. Von Trier aus lagen schließlich weit mehr als 500 Kilometer vor den beiden Pedalrittern aus Metelen.

Doch sie sind erfahrene Radler. Anneliese Bever setzt zudem seit acht Jahren auf die Motor-Unterstützung ihres E-Bikes und auch ihr Mann ist seit knapp zwei Jahren E-Biker. „Früher war ich immer mit einem Trekkingrad unterwegs“, sagt Werner Bever. Der Elektroantrieb hat es dem 70-Jährigen aber ebenfalls angetan: Fast 10 000 erradelte Kilometer kann er auf seinem Tacho ablesen – wohlgemerkt in nicht einmal ganz zwei Jahren.

Da waren die exakt 551 Streckenkilometer von Trier bis zurück an die Adenauerstraße fast schon ein Klacks. Zumal die Bevers auf ihren Touren zwar durchaus zielorientiert fahren, aber auch mal an schönen Orten absteigen oder einkehren. Und mit derartigen Plätzen ist der Mosel-Radweg reich gesegnet.

Ihre Quartiere fanden die beiden Metelener übrigens immer spontan am späten Nachmittag. „Das ist in der Nebensaison kein Thema“, so Werner Bever, der auf dem Smartphone neben Telefonnummern der Pensionen auch die Route checkte.

551 Kilometer zeigte der Kilometerzähler ihrer Räder schlussendlich – zählbares Resultat einer Tour bei herrlichem Herbstwetter an Mosel und Rhein entlang und dann durchs nördliche Münsterland zurück nach Hause. Startpunkt: Bahnhof Metelen-Land, Ziel: Adenauerstraße. Eine tolle Tour.

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