Straßenverkehr: Diskussion über neuralgische Punkte im Ort
Die StVO setzt deutliche Grenzen

Mittwoch, 25.11.2020, 06:00 Uhr
Themen im Ausschuss war auch die Verkehrssituation auf dem Welbergener Damm.
Themen im Ausschuss war auch die Verkehrssituation auf dem Welbergener Damm.

Ausflüge in die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) prägten Springers Anmerkungen zu aktuellen Knackpunkten auf Metelens Straßen. Der Beamte machte deutlich: „Wir entscheiden nicht alleine, sondern holen uns Stellungnahmen der Polizei und des Straßenbaulastträgers ein.“ Ganz wichtig: Es gelte, die Rechtswirksamkeit der Anordnungen zu beachten.

Was passieren kann, wenn die Behörde nicht genau aufpasst, wurde am Ende der Fragestunde deutlich. Springer berichtete, dass Autofahrer, die vom Blitzanhänger des Kreises auf der Ochtruper Straße erfasst worden waren, einen Erfolg vor dem Amtsgericht in Steinfurt erzielten. Die Tempo-30-Regelung war nicht in beiden Richtungen deckungsgleich ausgeschildert gewesen. Hier wird es demnächst eine neue Beschilderung geben.

Ganz anders als auf der Leerer Straße. Hier gab es den Wunsch, das Ortsschild an den Anfang des Gewerbegebiets Fürstengrund zu versetzen und so die dort gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren. Experte Springer erläuterte, dass dies so einfach nicht gehe. Der Autofahrer müsse erkennen, dass er in eine Ortslage einfahre. Auch eine „Trichterung“ der Maximalgeschwindigkeit auf 70 und dann 50 sei nicht mehr zulässig – sage die StVO.

Auf der Eper Straße und der Schöppingener Straße gab es ähnliche Anliegeranregungen und die Forderung nach Tempo 30. Immerhin gebe es in dieser Frage Bewegung, berichtete Springer. Derzeit sei dies aber noch nicht möglich. Hoffnung machte er der Runde bei dem Wunsch, den UWG-Kreisverkehr auf der Schöppingener Straße durch Anlage von Zebrastreifen gerade für Kinder sicherer zu machen. Eine Zusage konnte er indes nicht machen, da Straßen.NRW als Baulastträger hier ebenfalls Mitspracherecht habe.

Vehement diskutiert wurde auch über die Einmündung des Diekland an der Wettringener Straße. Ein zweiter Zebrastreifen werde von der Polizeibehörde nicht für notwendig gehalten, so Springer. Immerhin: Eine angeregte Querungshilfe will Springer auf Machbarkeit hin überprüfen.

Im weiteren Verlauf des Diekland, auf dem nach den Messungen des Kreises oft zu schnell gefahren wird, gibt es Anliegerbeschwerden über zu schnelles Fahren auf dem Welbergener Damm. Eine Anwohnerin regte eine Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen an. Für Springer keine gute Idee, denn das sei sinnvoll nur mit dem Zusatz „Anlieger frei“ zu machen, ein Schild, das kaum zu kontrollieren sei. Von Schildern, deren Befolgung nicht auch kontrolliert werden kann hält Springer gar nichts. Gerade das „Anlieger frei“-Schild ist ihm da ein Dorn im Auge. Die Ausreden Ertappter machten es zu „Anlüger frei“.

 

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