Ein Grund: Altpapier-Preise sind im Keller
Die Müllabfuhr wird 2021 teurer

Metelen -

Die Kosten für die Müllabfuhr werden im kommenden Jahr steigen – um 17,25 Euro für die Standard-Tonnen. Grund dafür sind zum ein wegbrechende Einnahmen für das Altpapier und zum anderen der Umstand, dass die Rücklagen, die bislang bei der Gebührenkalkulation in die Rechnung eingeflossen sind, aufgebraucht sind. Die neuen Gebührensätze beschloss der Hauptausschuss der Gemeinde einstimmig.

Mittwoch, 09.12.2020, 06:00 Uhr
Mit Altpapier lassen sich die Kosten der Müllabfuhr nicht mehr in dem Maße gegenfinanzieren wir in den Vorjahren. Die Gebühren für die Haushalte werden daher im kommenden Jahr steigen.
Mit Altpapier lassen sich die Kosten der Müllabfuhr nicht mehr in dem Maße gegenfinanzieren wir in den Vorjahren. Die Gebühren für die Haushalte werden daher im kommenden Jahr steigen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Mit Gebührensatzungen beschäftigte sich in seiner Sitzung am Montagabend der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde. Ergebnis: Die Müllabfuhr wird für jeden Metelener Haushalt teurer – im Durchschnitt um 17,25 Euro pro Jahr.

Dass es zu einer Gebührenanpassung kommen würde, war bereits vor Monaten erkennbar. Grund ist vor allem die Entwicklung auf dem Markt für Altpapier. Hier kam es laut Kämmerer Andreas Möllers, der die Gebührenkalkulation vorstellte, zu drastischen Einbrüchen auf der Erlösseite. War bislang noch mit 85 Euro pro Tonne auf der Einnahmeseite kalkuliert worden, so beträgt der neue Ansatz nur noch 50 Euro. Gleichzeitig treten neue Regelungen zu den Fuhrleistungen an den beauftragten Unternehmer und im Zusammenhang mit dem Dualen System Deutschland in Kraft.

Aufgezehrt ist wegen der derzeit geringen Erlöse fürs Altpapier auch die Rücklage. Diese ist bis auf eine geringe Restsumme aufgebraucht. Für das Jahr 2021 – und damit für die Gebührenberechnung ist also kein Rückgriff auf diesen Sonderposten mehr möglich.

Die Kommune Metelen hat ihre Müllgebühren auf die beiden Einzelpositionen Restmülltonne und Biotonne aufgeteilt. Für die Restmüllgefäße, in der auch alle Müllfraktionen außer dem Biomüll zusammengefasst sind, zahlen die Bürger je nach Tonnengröße zwischen 129,55 und 210,65 Euro. Die Biotonnen-Gebühr beträgt zwischen 28,90 und 57,80 Euro. Noch teurer sind jeweils die Großcontainer. Die Gebührsteigerung gegenüber dem aktuellen Jahr beträgt für die 80-Liter-Restmülltonne 10,75 Euro, für die Biotonne in gleicher Größe 6,50 Euro – macht zusammen 17,25 Euro.

Beim Blick auf die Gebührenentwicklung über die vergangenen 15 Jahre wird deutlich, dass trotz der Anpassung die Müllabfuhr in der Gemeinde Metelen immer noch deutlich günstiger ist als beispielsweise im Jahr 2006. Damals kostete die 80-Liter-Restmülltonne 166 Euro pro Jahr, das Biomüll-Gefäß in gleicher Größe 60 Euro.

Reinhard Brüning (CDU) äußerte deshalb, dass sich die gemeinsame Abrechnung aller Müllsorten (Ausnahme Biomüll) über die Restmülltonne bewährt habe. Auch die Bürger hätten ihren Beitrag geleistet, da das Müllaufkommen in den vergangenen Jahren nicht übermäßig gestiegen sei: „Das ist nicht selbstverständlich“.

Das Restmüllaufkommen aller Metelener wird nach Angaben der Verwaltung in diesem Jahr voraussichtlich 560 Tonnen betragen, etwa zehn Tonnen mehr als kalkuliert. Beim Sperrgut wird es wohl beim Ansatz von 220 Tonnen bleiben, bei den Grünabfällen konstant bei 350 Tonnen. Nach aktueller Prognose werden für 2020 mit 790 Tonnen voraussichtlich 40 Tonnen mehr Biomüll anfallen, als kalkuliert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7714222?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker