Sammelaktion der Kolpingfamilie
Helfer im Einsatz am Nadelbaum

Metelen -

Organisatorisch war die Tannenbaumaktion der Kolpingfamilie in diesem Jahr sicherlich eine echte Herausforderung. Aber das Team um Martin Wigger hatte alles gegeben, damit die ausrangierten Weihnachtsbäume coronakonform eingesammelt werden konnten. Viele Familien halfen dabei mit.

Montag, 11.01.2021, 05:24 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 05:30 Uhr
Auch in diesem Jahr wurden die ausrangierten Weihnachtsbäume der Metelener von der Kolpingfamilie eingesammelt und entsorgt.
Auch in diesem Jahr wurden die ausrangierten Weihnachtsbäume der Metelener von der Kolpingfamilie eingesammelt und entsorgt. Foto: Martin Fahlbusch

Nass, kalt und nebelig war es am Samstagmorgen auf dem Parkplatz an der ehemaligen Schwimmhalle. Trotzdem erwachte der triste Ort schon bald zum Leben – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Treffpunkt für die Tannenbaumaktion der Kolpingfamilie Metelen füllte sich zusehends – neben vielen Einzelhelfern kamen auch ganze Familien. Und sogar ein Hund wuselte um die natürlich auf Abstand stehenden Mitmacher.

„In diesem Jahr ist nicht nur der Ablauf anders, sondern wir müssen auch bei den Teams, die auf die jeweiligen Klein-Lkw und Anhänger die ausgediente Tannenbaumpracht wuchten, genau auf die geltenden Hygienebestimmungen und Zusammenstellungen achten“, erläuterte Martin Wigger, der gleich einen ganzen Organisationsaktenordner mitgebracht hatte. Für alle Fälle hatte ein anderes Kolpingmitglied einen Satz Mund-Nase-Masken im Cellofanbeutel dabei. Bruno Duesmann-Artmann als erfahrener Feuerwehrmann sorgte dafür, dass alle großen und kleinen Helfer in Listen eingetragen wurden. Und da auf einem Parkplatz in der Regel kein Schreibtisch steht, musste der Rücken eines Mitstreiters als Schreibunterlage dienen.

Erstaunlich war nicht nur, dass ganze Familien zum Einsatz am Nadelbaum erschienen waren, sondern auch die Anzahl der mitunter malerischen Transportgefährte erfüllte die Organisatoren mit Zuversicht, dass die Aktion gut und zügig über die Bühne zu bekommen. Schnell konnte Martin Wigger die vorbereiteten und nässegeschützten Einsatzpläne verteilen. Dann wurden die mit der Gemeindeverwaltung abgestimmten Gruppeneinteilungen kontrolliert und nach Bedarf noch kurz verändert, bevor sich der große Tross von Helfern sowie Transportfahrzeugen in Bewegung setzte, und sich über das gesamte Gemeindegebiet auf die unterschiedlichen Straßenzüge verteilte.

Allein die in den Vorjahren sonst übliche Spendensammlung an der Haustür musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. „Wir bitten dieses durch eine entsprechende Spende im kommenden Jahr zu berücksichtigen, da der ausfallende Erlös hauptsächlich die Kolping Mädchen- und Jungenlager hart treffen wird“, erläuterte Martin Wigger noch auf dem Sammelparkplatz. Wer durch die Straßen der Vechtegemeinde fuhr, konnte schnell den Eindruck gewinnen, dass die Sammelaktion im Familienverbund bestens klappte. Da mussten nicht nur Mama und Papa die Bäume auf die Ladeflächen stemmen. Und schon bald fuhren die ersten Fahrzeuge mit weihnachtlichem Grün beladen den Bauhof der Gemeinde im Gewerbegebiet an, wo die Bäume zwischengelagert wurden. „Ich muss mich wirklich bei allen Helfern, Mitmachern, Unterstützern, Firmen und den Mitarbeitern des Bauhofs ganz herzlich bedanken“, fasste Organisator Wigger am Nachmittag hochzufrieden via Telefon zusammen. An vielen abgelegten Bäumen hätten sogar Spendenumschläge gehangen – sozusagen als nachweihnachtliche Überraschung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7759833?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F
Nachrichten-Ticker