Mindestens 200 000 Euro Mehrkosten
Spritzenhaus: Anbau wird immer teurer

Metelen -

Mit den Kostensteigerungen für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus muss sich demnächst auch der Rat beschäftigen. Im Hauptausschuss waren erste Berechnungen vorgestellt worden, nach denen die Erweiterung des Gebäudes mehr als 825 500 Euro kosten würde. Das sind mehr als 200 000 Euro über dem Betrag, der bisher für die notwendige Erweiterung des Spritzenhauses in Rede stand.

Mittwoch, 10.02.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.02.2021, 13:55 Uhr
Das Feuerwehrgerätehaus an der Ochtruper Straße platzt aus allen Nähten. Die Gemeinde plant einen Anbau an das Spritzenhaus.
Das Feuerwehrgerätehaus an der Ochtruper Straße platzt aus allen Nähten. Die Gemeinde plant einen Anbau an das Spritzenhaus. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Eis und Schnee hinderten den Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Metelen nicht daran, am Montagabend zu tagen. Allerdings konnte ein Referent, der zur konkreten Entwurfsplanung für den Anbau an das Feuerwehrgerätehaus sprechen sollte, wegen der Straßenverhältnisse nicht anreisen. Ein Beschluss zur Einarbeitung von Haushaltsmitteln in Höhe von knapp 250 000 Euro konnte daher nicht gefasst werden.

Worum geht es? Nach dem fortgeschriebenen Brandschutzbedarfsplan aus dem Jahr 2017 war ein Anbau an das jetzige Spritzenhaus bereits für die beiden zurückliegenden Jahre vorgesehen. Gut eine halbe Million hätte das Vorhaben nach einem damaligen Kostenüberschlag gekostet.

Im Vorjahr dann wurde entschieden, den Anbau wegen der Finanzierung des Vorhabens auf den Zeitraum ab 2023 zu verschieben.

Zu eben dieser Finanzierung hat die Gemeinde einen Antrag an das Land gestellt. Dies hat das Programm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2021“ aufgelegt. Maximal 250 000 Euro beträgt der Höchstbetrag einer solchen Förderung. Über den Antrag entschieden werden könnte in Düsseldorf noch im Frühjahr dieses Jahres.

Doch damit allein ist es nicht getan. Die Gesamtkosten sind mittlerweile auf etwa 625 000 Euro gestiegen (510 000 Baukosten plus 115 000 für Ingenieurleistungen). Dies Summe findet sich auch im Etatentwurf für dieses Jahr. Bei der Detailplanung sind jedoch weitere Kosten deutlich geworden. Feuerwehr und Verwaltung hatten gemeinsam mit dem beauftragen Architekturbüro einen Entwurf gemacht. Dieser Plan würde Kosten von 825 500 Euro bedeuten.

Seitens der Feuerwehr gibt es den Wunsch, das Gebäude noch größer zu bauen, den Anbau auf 10,50 statt 8,90 Meter zu dimensionieren. Dafür würden nochmals 70 000 Euro benötigt. Für die Neuanschaffung von etwa 90 Spinden wären ferner zusätzlich 45 000 Euro fällig.

Die Finanzierung des Spritzenhaus-Anbaus wird den Rat in seiner Sitzung am 22. Februar (Montag) beschäftigen. Für den bisherigen Haushaltsansatz von 625 000 Euro sind Fördermittel des Landes in Höhe von 250 000 Euro und eine Kreditaufnahme von 375 000 Euro vorgesehen.

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