Maskiertes Prinzenpaar bei Buch und Schreibwaren Ewering
Mit vollem Ornat ins Schaufenster

Metelen -

Als kleiner Ausgleich dafür, dass der Karneval in diesem Jahr ausfallen muss, haben zwei Vorstandsmitglieder der KG Stadtwacht das Prinzenpaar in Puppenform aufgebaut. Es steht im Schaufenster von Buch und Schreibwaren Ewering, ist dort in vollem Ornat samt Karnevalsorden zu bewundern und soll den Jecken des Ortes ein wenig über Zeit zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch hinwegtrösten.

Freitag, 12.02.2021, 06:00 Uhr
Gastgeberin Monika Ewering-Oskamp vom Buch- und Schreibwarengeschäft am Schilden dekoriert gemeinsam mit den beiden Vorstandsmitgliedern der KG Stadtwacht, Andreas Gaupel (r.) und Holger Wähning, das karnevalistische Schaufenster. Hier bereitet das Trio das Outfit der Prinzessin vor.
Gastgeberin Monika Ewering-Oskamp vom Buch- und Schreibwarengeschäft am Schilden dekoriert gemeinsam mit den beiden Vorstandsmitgliedern der KG Stadtwacht, Andreas Gaupel (r.) und Holger Wähning, das karnevalistische Schaufenster. Hier bereitet das Trio das Outfit der Prinzessin vor. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Rechtzeitig zum Beginn der tollen Tage, die in diesem Jahr gar nicht so toll sind, gibt sich das Prinzenpaar der KG Stadtwacht die Ehre: Lebensgroß im standesgemäßen Ornat und behängt mit Karnevalsorden sind Prinz Karneval und seine Prinzessin im Schaufenster von Buch und Schreibwaren Ewering zu bewundern.

Sie kamen allerdings in Einzelteilen. Andreas Gaupen brachte am Mittwochabend ein paar Arme in den Laden am Schilden, Holger Wähning schleppte den Torso. Die wenigen Passanten, die die Pättkes der freigeschobenen Gehwege nutzten, um ein wenig frische Luft zu schnuppern, wunderten sich, was die beiden Männer da trieben.

Gaupel, Schriftführer der Metelener Jecken, und Wähning, der Vorsitzende der KG-Narren, hatten die Idee. Sie wollten den karnevalistischen Anhang zumindest in der Hochzeit der Session zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch ein wenig mit dem jecken Virus impfen.

Und wenn das Prinzenpaar schon nicht zum närrischen Volk kommen kann, dann sollten die Karnevalsbegeisterten des Ortes doch zumindest die Möglichkeit bekommen, ihrem Regentenpaar durch die Scheibe zu huldigen.

Monika Ewering-Oskamp und Bernhard Oskamp waren sofort Feuer und Flamme, als die Anfrage der KG kam. Eines der Schaufenster des Buchladens wurde freigeräumt: Konfetti statt Krimis war angesagt.

Und so landeten nach und nach die Einzelteile der beiden Schaufensterpuppen auf dem Boden des Ladens, um hernach fachkundig von den beiden Ober-Narren der KG zusammengebaut zu werden. „Es ist schon schwierig, das Kostüm alleine anzuziehen“, berichtete Holger Wähning. Das Ornat auf der Puppe zu dekorieren, stellte da noch eine ganz andere Herausforderung dar.

Wer zuschaute, kam dabei hinter eines der wohl letzten Geheimnisse des Metelener Karnevals: die Pumphose des Prinzen. Dieser helfen nämlich schnöde Hosenträger, den Gesetzen der Gravitation zu widerstehen. Zu sehen sind diese natürlich nicht, denn Jacke und Cape verdecken gewöhnlich des Prinzen Hosenhelferlein.

Ein Schal der KG Stadtwacht und natürlich die Prinzenkappe komplettierten das Outfit, das knapp unter der Decke des Schaufensters endete. Wer schon immer die knallroten Schuhe des Ortsregenten aus der Nähe betrachten wollte, hat ab sofort im Fenster die Gelegenheit. Und wer dabei genau hinschaut, der erkennt auch, dass der Prinz fast eine Prinzessin geworden wäre, denn die Puppe kommt recht feminin rüber.

Dem Pendant auf der rechten Seite, der Prinzessin, ist das allerdings durchaus recht. Das kleine Schwarze der Frau an des Regenten Seite sitzt perfekt, keck die Kappe auf dem bestrumpften Kopf, blinkend die Orden vor dem Dekolleté.

Am liebsten würden die KG-Aktiven die Puppen tanzen lassen, doch geht das nicht in diesen Corona-Zeiten. Die beiden Exemplare im Schaufenster verharren auch lieber in ihrer starrer Positur – damit Sicherheitsnadeln und Klebebänder ebenfalls an Ort und Stelle bleiben – zumindest bis Aschermittwoch.

Den ganz jungen und den ältesten Jecken zumindest machte die KG am gestrigen Weiberfastnacht eine kleine Freude, als sie in den Kitas und im St.-Ida-Haus Kamelle vorbeibrachte.

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